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THW Kiel verliert zum ersten Mal gegen den TVB Stuttgart | ABC-Z

AUDIO: THW Kiel kassiert Niederlage in Stuttgart (1 Min)

Stand: 05.03.2026 22:30 Uhr

Der THW Kiel hat in der Handball-Bundesliga den nächsten herben Rückschlag hinnehmen müssen. Nach der Heimniederlage gegen Gummersbach kassierte der Rekordmeister eine 27:32 (16:14)-Pleite beim TVB Stuttgart.

von Sebastian Ragoß

Für die Norddeutschen hagelt es historischen Niederlagen im Wochenrhythmus: Das 26:34 gegen Gummersbach war die höchste Bundesliga-Heimniederlage seit fast 50 Jahren. Gegen Stuttgart verloren die ersatzgeschwächten “Zebras” am Donnerstag zum ersten Mal überhaupt – nach zuvor 22 Pflichtspielsiegen in Folge. Die Chancen auf Rang zwei und die Champions-League-Qualifikation sind damit wieder ein Stück geringer geworden.

“Wir wussten, dass wir uns eigentlich keine Niederlage mehr leisten durften, jetzt sind es gleich zwei am Stück. Wir müssen weitermachen und irgendwie wieder in die Spur kommen” , sagte Kiels Kreisläufer Hendrik Pekeler.

Ein Handball liegt im Tornetz.

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Leicht wird dies nicht. Der Rekordmeister zollt dem extrem eng getakteten Terminkalender zunehmend Tribut. Elias Ellefsen á Skipagötu und Emil Madsen fallen schon längere Zeit aus. Eric Johansson und Lukas Laube fehlten in Stuttgart kurzfristig erkrankt, Keeper Andreas Wolff war gesundheitlich ebenfalls angeschlagen und nahm zunächst auf der Bank Platz.

THW zu Beginn mit perfekter Wurfquote

Obwohl der THW erst 48 Stunden zuvor in der European League gegen Irun (27:20) gespielt hatten, war bei den einsatzfähigen Profis von Müdigkeit zu Beginn nichts zu spüren. Der TVB versuchte, die Gäste mit einer offensiven Deckung zu beeindrucken. Dies gelang überhaupt nicht. Die “Zebras” nutzten die zahlreichen technischen Fehler der Stuttgarter konsequent aus und trafen in den ersten 14 Minuten jeden Wurf. Das Resultat: eine klare 9:4-Führung.

Die Schwaben reagierten und verteidigten tiefer – auch das Offensivspiel war nun konsequenter. Stuttgart kam zeitweise bis auf einen Treffer heran. Das Spiel hätte bereits jetzt kippen können. Doch weil der THW in Gonzalo Pérez de Varga den besseren Keeper hatte, ging er mit einer knappen 16:14-Führung in die Pause.

Kiel bricht nach der Pause ein

Lange hielt der Vorsprung allerdings nicht mehr. Marco Mengon markierte mit einem Tempogegenstoß das 18:18 (39.). Die Partie war umkämpft und von vielen technischen Fehlern geprägt. Der THW verlor den Zugriff und lag eine Viertelstunde vor dem Ende mit 21:23 hinten.

Würde dem arg dezimierten Rekordmeister noch eine Wende gelingen? Nein, es wiederholte sich das Muster vom vergangenen Wochenende gegen Gummersbach. Kiel hatte nur noch wenig entgegenzusetzen und geriet immer weiter in Rückstand. 27:21 führte der TVB nach 50 Minuten. Die Luft war komplett raus beim THW, der erneut eine deutliche Bundesliga-Niederlage kassierte, welche die Spieler etwas ratlos zurückließ.

“Dass wir wieder einmal so den Faden in der zweiten Halbzeit verlieren, ist leider nicht erklärbar. Wir werfen nach der Pause nur elf Tore, damit kannst du gegen Stuttgart nicht gewinnen”, sagte Pekeler.

Kiel-Trainer Filip Jicha

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Zur Pause führte der deutsche Handball-Rekordmeister noch. Doch auf einen 7:0-Lauf der Gummersbacher fand der THW keine Antwort mehr.

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