Wirtschaft

Teuerungsrate: Inflation im Euroraum sinkt im Dezember leicht auf 2,0 Prozent | ABC-Z

Die Inflation im Euroraum ist im Dezember voraussichtlich auf 2,0 Prozent gesunken. Das teilte das EU-Statistikamt Eurostat in einer ersten Schätzung mit. Die Teuerungsrate lag demnach um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im November. Der Anstieg entspricht damit dem Zielwert, den die Europäische Zentralbank (EZB) für die Eurozone anstrebt. 

Grund für den leichten Rückgang waren laut Eurostat vor allem sinkende Energiepreise. Sie fielen im Dezember 2025 im Vorjahresvergleich um 1,9 Prozent – und damit stärker als im November 2025, wo sie nur 0,5 Prozent niedriger lagen als noch im November 2024. Verglichen mit Dezember 2024 legten Dienstleistungen dagegen um 3,4 Prozent zu.

Die EZB hat ihren Leitzins von Mitte 2024 bis Mitte 2025 achtmal auf aktuell zwei Prozent halbiert, nachdem der Preisdruck insgesamt nachgelassen hatte. Experten gehen davon aus, dass sie den Leitzins in den kommenden Monaten nicht verändern wird.

EU-Statistiker sehen höhere Inflation als Destatis

Für Deutschland gehen die Statistiker von Eurostat für den vergangenen Monat von einer Inflation von 2,0 Prozent aus. Sie liegen damit leicht über der vorläufigen Schätzung des Statistischen Bundesamts (Destatis), das für Dezember den voraussichtlich tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr gemeldet hatte. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich nach Angaben der Bundesbehörde nur noch um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Oktober und November waren es noch jeweils 2,3 Prozent gewesen. Mit 1,6 Prozent hatte der Wert zuletzt im September 2024 niedriger gelegen. 

Laut Eurostat verzeichneten im vergangenen Monat Estland (4,1 Prozent), Österreich (3,9 Prozent) und Kroatien (3,8 Prozent) die höchsten Inflationsraten. Am niedrigsten fiel der Preisanstieg den Statistikern zufolge in Zypern (0,1 Prozent), Frankreich (0,7 Prozent) und Italien (1,2 Prozent) aus. 

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