Politik

Teilzeit-Debatte: CDU streicht Begriff “Lifestyle-Teilzeit” aus Antrag | ABC-Z

Die CDU hat den umstrittenen Antrag zum Thema Teilzeitarbeit für den kommenden Bundesparteitag geändert. Wie aus einer Sammlung der Antragskommission für den Parteitag, aus der die Nachrichtenagentur dpa zitiert, hervorgeht, wurde der viel kritisierte Begriff der “Lifestyle-Teilzeit” entfernt. Demnach sieht der Antrag des CDU-Wirtschaftsflügels nunmehr vor, Teilzeitansprüche zu “ordnen”.

Der Vorstoß der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) für den CDU-Bundesparteitag
trug ursprünglich den Titel Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit. Die Annahme: Ein wesentlicher Teil von Teilzeitarbeit diene dem Ausbau der Work-Life-Balance. Auch innerhalb der Union hatte diese Formulierung viel Kritik ausgelöst. 

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sagte der Rheinischen Post etwa, der Antrag und seine verunglückte Wortwahl gingen am Kern der Debatte vorbei. Die MIT-Vorsitzende Gitta Connemann bedauerte die Wortwahl des Antrags, “weil dieses Wort eine echte Auseinandersetzung mit dem Thema Teilzeit ganz offensichtlich erschwert hat”.

Grundlegende Forderung bleibt bestehen

Linnemann hatte bereits angekündigt, dass die Antragskommission den Antrag wohl grundlegend überarbeiten und dann dem Bundesparteitag der CDU zur Beratung vorlegen werde. Die CDU betone ausdrücklich die Notwendigkeit eines geordneten Teilzeitanspruches, um Erziehung, die Pflege von Angehörigen sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung zu ermöglichen, heißt es nun in der neuen Fassung.

Auf dem Parteitag solle sich auf das Ziel geeinigt werden, Anreize und verlässliche Rahmenbedingungen für höhere Erwerbsumfänge zu schaffen. Die Aufnahme von Arbeit beziehungsweise Ausweitung von Arbeitszeit solle spürbar attraktiver werden.

Back to top button