Techniker & Co. – Finanztip verrät 4 günstige Versicherer | ABC-Z

Neues Jahr, neuer Blick auf die Finanzen: Für viele ist jetzt der Moment, Ordnung in die eigenen Geldangelegenheiten zu bringen. Mehr Überblick, weniger unnötige Ausgaben, insgesamt ein klügerer Umgang mit Geld. Schließlich gelten die Deutschen als Sparweltmeister und fahren schon mal quer durch die halbe Stadt, um beim Tanken drei Cent pro Liter zu sparen. Oder sie vergleichen wochenlang Fernseher und deren Preise, bis sie sich fürs passende Modell entscheiden.
Nur an einer Stelle sind die Deutschen offenbar erstaunlich großzügig: bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Dabei geht es keineswegs um Peanuts, sondern um die eigene Gesundheit und in vielen Fällen um mehrere Hundert Euro im Jahr. Geld, das Monat für Monat ganz automatisch vom Gehalt abgeht und deshalb kaum auffällt. Genau das macht die Sache so bequem – und oft teuer. Der unabhängige Geldratgeber Finanztip verrät, welche vier Krankenkassen beim Preis-Leistungs-Vergleich vorn liegen, wie viele Deutsche nach einem Wechsel zufrieden sind und wann welche Kündigungsfrist gilt.
Teure Krankenkassen: Noch zu viele bleiben ihrem Anbieter treu
Eine neue, repräsentative Finanztip-Umfrage zeigt, wie groß die Trägheit ist. Im Dezember wurden dafür mehr als 1000 Menschen befragt. Das Ergebnis: Acht von zehn Befragten haben ihre Krankenkasse noch nie gewechselt oder seit mehr als fünf Jahren nicht. Nur fünf Prozent – also gerade einmal jeder zwanzigste Befragte – hat 2025 den Versicherer gewechselt. Das ist bemerkenswert. Und angesichts der aktuellen Entwicklung auch kostspielig.
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Denn die Versicherungsbeiträge steigen. Viele Kassen haben bereits 2025 kräftig an der Beitragsschraube gedreht. Und zum Jahreswechsel 2026 geht es vielerorts weiter nach oben. Gemäß GKV-Spitzenverband werden 42 Kassen teurer. Im Schnitt steigt der Zusatzbeitrag, den die Kassen selbst festlegen, auf 3,36 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens. Dabei hatte die Bundesregierung lange versprochen, die Beiträge stabil zu halten. Zur Erinnerung: Den durchschnittlichen Zusatzbeitrag hat der sogenannte GKV-Schätzerkreis für 2026 auf 2,9 Prozent festgesetzt. Doch dieses Versprechen war schon vor Jahresfrist Makulatur.
Mehr als zwei Millionen gesetzlich Versicherte zahlen 2026 einen Zusatzbeitrag von über vier Prozent, weil sie aktuell bei einer besonders teuren Kasse versichert sind, so viele wie nie. Für viele Haushalte ist das eine spürbare Belastung – nur eben eine, die sich leise einschleicht. Keine Rechnung, kein Piepen an der Kasse, kein rotes Warnsignal.
Krankenkassen 2026: Diese 4 liegen im Finanztip-Vergleich vorn
Umso erstaunlicher ist, wie gut die Erfahrungen derjenigen sind, die gewechselt haben. Die Finanztip-Umfrage zeigt: Wer sich für einen neuen Anbieter entschieden hat, tat das meist wegen niedrigerer Beiträge oder besserer Leistungen. Und fast niemand hat diesen Schritt bereut – im Gegenteil: Rund zwei Drittel der Wechsler sind danach zufriedener, jeder Dritte sogar deutlich zufriedener. Nur vier Prozent gaben an, nach dem Wechsel unzufriedener zu sein. Eine Erfolgsquote, von der man bei vielen Finanzentscheidungen nur träumen kann.

Krankenkasse wechseln und sparen? Beim Vergleich der Kassen lohnt sich ein Blick auf die Zusatzleistungen und Erstattungen im Rahmen der Bonusprogramme.
© —/GKV-Spitzenverband/dpa | —
Aus diesem Grund hat Finanztip in den vergangenen Wochen alle bundesweit verfügbaren gesetzlichen Kassen unabhängig untersucht. Beiträge, Leistungen, Service – alles mit Blick auf das Jahr 2026. Das Ergebnis sind fünf klare Finanztip-Empfehlungen. Und auch einige Verschiebungen im Vergleich zum Vorjahr:
So fällt eine bisher empfohlene Krankenkasse aus der Liste heraus, weil sie ihren Beitrag deutlich erhöht. Gleichzeitig verteidigt die HKK (2,59 Prozent Zusatzbeitrag), die bisherige Preis-Leistungs-Siegerin, auch im großen GKV-Vergleich 2026 ihren Spitzenplatz. Sie bleibt eine der günstigsten bundesweiten Kassen – bei gleichzeitig starken Leistungen.
Preis-Leistungs-Sieg Krankenkassen bei Finanztip:
- HKK (2,59 Prozent Zusatzbeitrag)
Weitere Finanztip-Empfehlungen:
- die Techniker Krankenkasse (TK, 2,69 Prozent),
- die BKK Firmus (2,18 Prozent),
- die Audi BKK (2,6 Prozent) sowie
- die DAK-Gesundheit (3,2 Prozent).
Krankenkasse wechseln: weder kompliziert noch riskant
Was bedeutet das konkret? Vor allem eines: Wer um die vier Prozent oder mehr Zusatzbeitrag zahlt, sollte einen Wechsel prüfen. Das lohnt sich und macht sich schnell auf dem Konto bemerkbar. Wer durchschnittlich verdient und von einer teuren Kasse zu einer günstigen Kasse wechselt, kann im Jahr leicht 250 Euro oder mehr sparen. In der Regel ganz ohne Abstriche bei der medizinischen Versorgung. Oft sogar mit besseren Zusatzleistungen.

Und nein, der Wechsel ist weder kompliziert noch riskant. Im Gegenteil: Er ist gesetzlich klar geregelt, in der Regel reibungslos und schnell erledigt. Man meldet sich bei der neuen Kasse an, die übernimmt dann die Kündigung beim alten Anbieter. Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate. Wer also noch im Januar wechselt, ist zum 1. April bei der neuen Kasse versichert. Versicherungslücken sind nicht vorgesehen.
Vielleicht ist genau das ein sinnvoller Neujahrsvorsatz für 2026. Nicht der unterwegs gekaufte Kaffee weniger. Nicht der umständliche Umweg zur billigeren Tankstelle. Sondern ein kurzer, kritischer Blick auf die eigene Krankenkasse. Wer wissen möchte, wo die eigene Krankenkasse beim Zusatzbeitrag steht, schaut in die große unabhängige Vergleichstabelle von Finanztip. Es könnte die finanziell beste Entscheidung in diesem Jahr sein.

Tipp: Im neuen Buch “Finanzen ganz einfach” erklärt Finanztip-Chefredakteur Saidi Sulilatu, wie Verbraucher mit dem „Finanztip-Prinzip“ richtig sparen, klug investieren und gelassen vorsorgen.
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Dieser Beitrag erscheint in Kooperation mit finanztip.de. Deutschlands führender Geld-Ratgeber für Verbraucher ist Teil der gemeinnützigen Finanztip-Stiftung.














