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“Tatort: Schmerz”: So wird der letzte Fall mit Stefanie Reinsperger | ABC-Z

Der Dortmunder “Tatort” war nie leichte Sonntagabend-Kost. Seit Jahren steht das Team um Peter Faber (Jörg Hartmann, 56) für intensive, fortlaufend erzählte Krimis, die ihre Figuren an Grenzen bringen – psychisch wie moralisch. Mit “Schmerz” (Sonntag, 22. Februar, 20:15 Uhr, Das Erste) erreicht diese Linie einen weiteren Höhepunkt. Denn der Fall ist nicht nur komplex und emotional aufgeladen, er markiert auch einen Einschnitt: Es ist der letzte Einsatz für Kommissarin Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger, 38).

Reinsperger verabschiedet sich nach rund fünf Jahren und elf Folgen aus dem Dortmunder Ensemble. Ihr Ausstieg war im Vorfeld bereits angekündigt worden und entsprechend groß ist die Erwartung, wie die Reihe ihre Figur ziehen lässt. Klar ist schon jetzt: “Schmerz” setzt nicht auf einen spektakulären Knall, sondern auf eine Geschichte, die unter die Haut gehen möchte.

Darum geht’s im “Tatort: Schmerz”

Mehrere Morde im Dortmunder Rotlichtmilieu setzen die Ermittlungen in Gang. Doch was zunächst nach klassischen Gewalttaten im kriminellen Milieu aussieht, entwickelt sich schnell zu einem Fall mit größerer Tragweite. Weitere Spuren führen zu einer Person, die unter falschem Namen in Deutschland lebt – und zu Verbindungen, die Jahrzehnte zurückreichen.

Im Zentrum steht dabei auch Polizeichefin Ira Klasnić (Alessija Lause, 45). Der Fall konfrontiert sie mit Erinnerungen an die 1990er-Jahre und die Zeit der Jugoslawienkriege. Alte Traumata, verdrängte Schuldfragen und persönliche Verstrickungen mischen sich in die Ermittlungen. Für Faber und Herzog bedeutet das: Der Fall ist nicht nur kriminalistisch heikel, sondern emotional explosiv.

Lohnt sich das Einschalten beim “Tatort: Schmerz”?

Wer vom “Tatort” einen klassischen Sonntagabendkrimi mit klarer Täterjagd und ohne Nebenkriegsschauplätze erwartet, dürfte auch diesmal gefordert werden. “Schmerz” setzt stärker auf Atmosphäre, Figurenzeichnung und moralische Ambivalenz. Die Folge ist einmal mehr dicht, düster und stellenweise beklemmend – ganz im klassischen Stil der Dortmunder Reihe der letzten Jahre.

Besonders reizvoll ist die persönliche Dimension: Der Abschied von Rosa Herzog verleiht dem Film zusätzliche Spannung. Ohne ins Sentimentale abzurutschen, bekommt ihre Figur Raum für einen konsequenten, emotional nachvollziehbaren Ausstieg. Für Fans des Teams ist das allein ein Grund zum Einschalten.

Unterm Strich ist “Schmerz” kein leichter Krimi, sondern ein intensiver Beitrag, der noch einmal zeigt, wofür der Dortmunder “Tatort” steht – und der einen prägenden Charakter würdig verabschiedet. Ein kleines Aber bleibt jedoch: Wer die letzten Dortmunder Folgen nicht kennt und die Entwicklungen der Figuren nicht parat hat, wird stellenweise seine Probleme bekommen, da mehrere Handlungsstränge ineinander laufen. Das kann für Gelegenheits-“Tatort”-Genießer dann doch etwas verwirrend wirken.


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