Internationales Tanzfestival in Fürstenfeldbruck: Treffen der Tanz-Elite – Fürstenfeldbruck | ABC-Z

Das internationale Tanzfestival Dance first in Fürstenfeldbruck wartet diesen Sommer mit Ensembles aus der Schweiz, Frankreich, Italien, Israel, und Deutschland auf. Eröffnet wird die Reihe von der israelischen Choreografin Sharon Eyal am Dienstag, 16. Juni, im Stadtsaal des Veranstaltungsforums mit ihrem Stück „Delay the Sadness“, dessen Uraufführung im vergangenen Jahr auf der Ruhrtriennale stattfand. Dabei geht es um Paarkonstellationen, die gemeinsam trauern. Ihr Tanz drückt die Auseinandersetzung mit dem Schmerz darüber aus, dass der Tod in unser Leben einbricht. Eyal hat das Werk ihrer verstorbenen Mutter gewidmet.
Eine Woche später, am Dienstag, 23. Juni, folgt um 20 Uhr die preisgekrönte Gauthier Dance Company, eines der erfolgreichsten Tanzensembles Deutschlands. Eric Gauthier schickt den Nachwuchs mit vier Stücken nach Fürstenfeldbruck. Die Choreografien von Nacho Duato, Barak Marshall, Alejandro Cerrudo und Virginie Brunelle zeigen künstlerische Vielfalt in Inszenierung und Thematik: vom harten bäuerlichen Leben in Katalonien über eine zum Scheitern verurteilte Liebe, Club-Feeling bei „High Moon“ oder einen Hauch Exzentrik, inspiriert von Maurice Ravels Bolero.
Die italienischen Tänzer und Choreografen Simone Repele und Sasha Riva schaffen bewegte Bilder mit kraftvollen Gesten und Stilvokabular. Ihr Stück „I Meet You Where the Horizon Ends“ zeigt ein ewiges Gespräch zwischen zwei Liebenden, die an einem Scheideweg angelangt sind. In ihrem zweiten Stück „Dear Son“ treffen hingegen Kraft und Poesie, Emotion und Krieg aufeinander. Es lädt dazu ein, über die Zerbrechlichkeit des Lebens in einer Welt nachzudenken, die von Kriegen und deren Folgen geprägt ist (Dienstag, 30. Juni, 20 Uhr).
Tanzgruppen aus dem Landkreises treten unter dem Motto „Made in FFB“ am Sonntag, 5. Juli, um 17 Uhr auf. Das Programm gestalten Ballett Sinzinger, Tanzstudio Ammersee, Tanzstudio mosaico und die Heimatgilde „Die Brucker“. Erstmalig präsentieren sich die Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM) und das Olchinger Tanzstudio Lorenzen & Ottinger.

Künstler aus Italien stehen erneut am Donnerstag, 9. Juli, um 20 Uhr auf der Bühne. Dank ihrer Ausstrahlung, Sensibilität und Technik gelten Aterballetto als beste Tanzkompanie des Landes. Zu Dance first kommt das Ensemble mit Stücken von Iratxe Ansa und Igor Bacovich („Rhapsody in Blue“), Philippe Kratz („An Echo, a Wave“), Angelin Preljocaj („Reconciliatio“) sowie der vielfach ausgezeichneten kanadischen Star-Choreografin Crystal Pite („Solo Echo“).
Den Abschluss des Festivals gestaltet die Shahar Binyamini Dance Company am 24. Juli, um 20 Uhr. Wie bei vielen Choreografen aus Israel liegen Binyaminis Wurzeln in der Batsheva Company. In einer Weiterentwicklung dieser Tradition schaffen er und seine Tänzer in „New Earth“ archaische Bilder mit minimalistischen Kostümen und einer musikalischen Collage zwischen Klassik, elektronischer Musik und Einflüssen aus dem Nahen Osten. „Bolero X“ ist eine Neuinterpretation von Ravels ikonischem Boléro-Stück. Für die Massen-Tanzszene wird das Kollektiv um Tänzerinnen und Tänzer der Ballett-Akademie (HMTM) erweitert.





















