Raphaela Edelbauer: Sucht und Lüge | ABC-Z

Wie erfindet man eine drogenabhängige Romanheldin, der einfach nicht über den Weg zu trauen ist? Wie hält man sie auf Distanz? Die Schriftstellerin Raphaela Edelbauer über die Kunst des unzuverlässigen Erzählens
© Apollonia Bitzan
DIE ZEIT: Die echtere Wirklichkeitist die Geschichte einer philosophischen Guerillatruppe, in die wohl gewisse autobiografische Erfahrungen mit dem akademischen Betrieb eingeflossen sind, die aber ganz offensichtlich erfunden ist. Ist sie auch so etwas wie ein Statement gegen die Allgegenwart des autofiktionalen Schreibens?
Raphaela Edelbauer: Ich glaube, jedes meiner Bücher ist eine Gegenwehr gegen die Allgegenwart des autofiktionalen Schreibens. Ich würde auch das Wort “autobiografisch” relativieren, denn dann wäre ja auch politisches Schreiben autobiografisch, jede Zeitgenossenschaft ist in irgendeiner Art autobiografisch.





















