Nicht nur Herz & Stoffwechsel – diese Nuss ist auch gut fürs Gehirn | ABC-Z

Erdnüsse sind weit mehr als ein salziger Snack für zwischendurch: Die kleinen Hülsenfrüchte sind nämlich auch ziemlich gesund. Eine neue Studie der Universität Maastricht deutet darauf hin, dass sie sich positiv auf die Gehirngesundheit auswirken können – vor allem im Alter.
Kleine Nuss, große Wirkung
Erdnüsse enthalten eine Vielzahl wertvoller Nährstoffe. Dazu zählen pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, gesunde ungesättigte Fettsäuren, Vitamine (insbesondere B-Vitamine und Vitamin E), die Aminosäure L-Arginin, Polyphenole sowie wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Phosphor, Zink und Selen. Diese Stoffe unterstützen nicht nur den Stoffwechsel und die Herzgesundheit, sondern tragen auch dazu bei, die Blutgefäße funktionsfähig zu halten – ein entscheidender Faktor für eine gute Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Nährstoffen.
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In der Studie der Universität Maastricht nahmen 31 gesunde Erwachsene mit einem Durchschnittsalter von 67 Jahren teil – alle verzehrten über einen Zeitraum von 16 Wochen täglich rund 60 Gramm geröstete Erdnüsse mit Schale. Nach einer achtwöchigen Pause wurde eine ebenso lang erdnussfreie Vergleichsphase durchgeführt. Mithilfe moderner bildgebender Verfahren untersuchten die Forschenden außerdem gezielt die Durchblutung des Gehirns.
Erdnüsse fördern Gehirndurchblutung und verbessern Gedächtnis
Die Ergebnisse waren durchweg positiv: Während der Erdnussphase stieg die durchschnittliche Gehirndurchblutung der Teilnehmenden um 3,6 Prozent an. Ein erfreulicher Effekt, denn eine gute Durchblutung gilt als wichtige Voraussetzung dafür, geistig leistungsfähig zu bleiben und altersbedingten Abbauprozessen entgegenzuwirken. Auch die graue Substanz im Gehirn, verantwortlich für Denken, Sprache, Aufmerksamkeit und Gedächtnis, nahm um 4,5 Prozent zu.
Parallel dazu verbesserten sich bei den Teilnehmenden die Ergebnisse im verbalen Gedächtnis leicht. Auch der systolische Blutdruck, also der obere Wert bei einer Blutdruckmessung, sank. Ein Hinweis darauf, dass Erdnüsse nicht nur dem Gehirn, sondern auch dem Herz-Kreislauf-System zugutekommen können. Veränderungen an großen Hirngefäßen wurden hingegen nicht festgestellt, was darauf schließen lässt, dass die positiven Effekte vor allem die kleineren Blutgefäße im Gehirn betreffen.
Vorsicht: Genuss sollte trotzdem maßvoll bleiben
Fachleute erklären diese Effekte mit der besonderen Zusammensetzung der Erdnüsse. Ungesättigte Fettsäuren und pflanzliche Polyphenole wirken entzündungshemmend und können die Gefäßfunktion verbessern. Eine zentrale Rolle spielt zudem L-Arginin, das im Körper zur Bildung von Stickstoffmonoxid beiträgt – einem Stoff, der die Blutgefäße erweitert und so die Durchblutung fördert und vor kognitivem Abbau und neurodegenerative Erkrankungen, etwa Demenz oder Parkinson, schützt.

Trotz der ermutigenden Ergebnisse raten die Forschenden zu einer realistischen Einordnung. Die Studie war vergleichsweise klein und untersuchte ausschließlich gesunde ältere Erwachsene – ob die Ergebnisse bei jungen Menschen ähnlich sind, bleibt offen. Erdnüsse sind zudem kein Wundermittel und ersetzen keinen insgesamt gesunden Lebensstil. Aufgrund ihrer hohen Energiedichte sollten sie in Maßen verzehrt werden – schon eine kleine Handvoll pro Tag genügt. Feststeht: Wer Erdnüsse regelmäßig in eine ausgewogene Ernährung integriert, tut damit nicht nur seinem Körper, sondern möglicherweise auch seinem Gehirn etwas Gutes.
lcz














