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Fluchtort Pullach: Wie Menschen aus der Ukraine Krieg und Exil bewältigen – Landkreis München | ABC-Z

Es hat um die null Grad und es ist richtig ungemütlich an der Kreuzung mitten in Pullach. Knapp dreißig Leute, jung wie alt, stehen dick eingepackt beisammen, mit Mantel, Schal und Mütze. Einige halten Kerzen in den Händen, als Natalia Stavytska über den Holodomor spricht. „Kinder, die niemals Umarmungen erfahren“, sagt sie. „Ihre Augen suchten einen Funken Herzlichkeit.“ Die Sätze beschreiben die Verzweiflung während der von Stalin herbeigeführten Hungersnot in den Jahren 1932 und 1933 mit bis zu vier Millionen Toten. Und stehen zugleich für die Ukraine heute.





















