Kommunalwahlen 2026 im Landkreis Fürstenfeldbruck: Stichwahlen in allen großen Kommunen – Fürstenfeldbruck | ABC-Z

Die mit großer Spannung erwarteten Bürgermeisterwahlen im Landkreis Fürstenfeldbruck haben alle Erwartungen erfüllt. In drei der fünf großen Städte und Gemeinden wird es in zwei Wochen eine Stichwahl geben, weil keiner der Kandidaten am Sonntag bereits im ersten Wahlgang mehr als die Hälfte der Stimmen bekommen hat. In Fürstenfeldbruck gewann Christian Götz von der BBV bereits im ersten Wahlgang, in Olching gelang dies mit hauchdünner Mehrheit Maximilian Gigl (CSU). Sicher ist, dass es in Germering, Gröbenzell und Puchheim neue Chefs im Rathaussessel geben wird, weil die Amtsinhaber nicht mehr angetreten sind.
Fürstenfeldbruck: Früh schon zeichnete sich ein dann doch überraschendes Ergebnis ab: Dass Amtsinhaber Christian Götz bei der OB-Wahl der Favorit ist, war klar. Aber dass er trotz fünf Konkurrenten mehr als die Hälfte der Stimmen abräumte und sich die Stichwahl ersparte, das hatte er nicht einmal selbst zu hoffen gewagt.
Um kurz vor 20 Uhr brandete dann aber Jubel im gut gefüllten Säulensaal auf, nachdem einige der Mitbewerber Götz längst gratuliert hatten zum nie gefährdeten Sieg. Auf den BBV-Politiker entfielen 53,9 Prozent der Stimmen, Martin Urban (CSU) als Zweiter schaffte 23,2 Prozent, es folgten Markus Droth (Freie Wähler) mit elf Prozent, Jan Halbauer (Grüne) mit 8,1 Prozent, Tim Niklas (Die Partei) mit 2,4 Prozent und Carl-Magnus Bahner (FDP) mit 1,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,6 Prozent. Als das Endergebnis vorlag, rief Götz alle Mitbewerber auf die Bühne und sicherte ihnen eine faire und sachorientierte Zusammenarbeit im Stadtrat zu.

Germering: Als der erste Stimmbezirk im Rathaus-Foyer auf die Leinwand projiziert wurde, standen bereits die Kandidaten für die OB-Stichwahl so gut wie fest: Hannes Kirmair von der CSU, der letztlich auf 45,3 Prozent kam, und der SPD-Kandidat Daniel Liebetruth (28,2 Prozent). Sophie Schuhmacher von den Grünen erreichte 20,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,2 Prozent. Kirmair zeigte sich erfreut: „Das ist eine super Ausgangsbasis.“ Liebetruth rechnet sich durchaus noch Chancen aus. Zumal Schuhmacher umgehend angekündigt hat, nun den SPD-Kandidaten zu unterstützen.


Gröbenzell: Die Stichwahl machen zwei Männer untereinander aus. Jens Wäcken (CSU) tritt gegen Daniel Holmer (Grüne) an. Am Sonntag stimmten für den Christsozialen 36,8 Prozent, für Holmer 24,5 Prozent. Dritter Bürgermeister Gregor von Uckermann kam auf 21,5 Prozent. Die beiden Bewerberinnen Claudia O’Hara-Jung (UWG) und Alisa Riechmann (FDP) folgen mit 13,9 und 3,3 Prozent. Es gilt als Überraschung, dass sich der CSU-Bewerber mit einem so großen Vorsprung durchsetzte. Während Wäcken davon sprach, dass die Stichwahl noch einmal „heiß“ werde, meinte Holmer: „Wir werden weitere zwei Wochen Vollgas geben.“ Die SPD-Vertreter sprachen von einem Achtungserfolg. Etwas enttäuscht zeigten sich UWG-Anhänger vom Ergebnis von O’Hara-Jung. Immerhin stellten die Unabhängigen in den vergangenen zwölf Jahren mit Martin Schäfer den Rathauschef. Wäcken lobte den fairen Wahlkampf.

Olching: Der neue Bürgermeister der Stadt Olching heißt Maximilian Gigl. Bei einer Wahlbeteiligung von 64,3 Prozent konnte der CSU-Kandidat mit 50,1 Prozent der Stimmen einen denkbar knappen Sieg erringen. Bei der ersten Auszählung lag Gigls Anteil noch bei 41,6 Prozent der Stimmen. Zum Schluss, bei den letzten vier Wahlkreisen, wurde es noch einmal spannend, bis der Sieg gegen 20.30 Uhr sicher war. Damit hat Olching nach drei SPD-Perioden mit Andreas Magg als Bürgermeister nun einen CSU-Stadtchef. Den zweiten Platz erreichte mit 22,2 Prozent der Stimmen SPD-Kandidatin Julia Worch. Sie hatte bis zuletzt, wie viele Besucher im Sitzungssaal, auf eine Stichwahl gehofft. Die Mitbewerber Stephan Eibl (Für Olching) und Laura Müller (Grüne) konnten 17,6 und 10,1 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen.

Puchheim: Spannend bis zur letzten Minute war es auf der Wahlparty im Kulturzentrum Puc. Mit dem Ergebnis aus dem ersten Wahllokal stand zwar bereits fest, dass Thomas Hofschuster, Kandidat der CSU und zweiter Bürgermeister, mit großem Abstand in die Stichwahl einziehen würde. Er selbst war von dem Ergebnis von 40,5 Prozent überrascht. Um den zweiten Platz hingegen lieferten sich Jean-Marie Leone (SPD) und Tobias Lexhaller (UBP/GfP) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Zeitweise lagen sie nur zehn Stimmen auseinander, am Ende gaben 30 Stimmen den Ausschlag. Leone gewann mit 21,9 Prozent vor Lexhaller mit 21,6 Prozent. „Ich bin glücklich, das war schlimmer als ein 60er-Spiel“, sagte Leone, Fan des TSV 1860 München. Lexhaller war enttäuscht. Abgeschlagen auf dem vierten Platz landete Horst Dinges (Grüne) mit 10,5 Prozent. Michaela Kuchinka (FDP) schaffte 3,1 Prozent, 2,4 Prozent entfielen auf Alexander Bayas (Linke).





















