Verletzte bei Verkehrsunfällen – Flughafen BER außer Betrieb | ABC-Z

Eisige Temperaturen setzen dem Norden und Osten zu. In Berlin musste der Flughafen am Abend seinen Betrieb einstellen. Auf der A10 kam es zu einer Massenkarambolage und in mehreren Städten wurde der Nahverkehr eingestellt.
Niedrige Temperaturen und Regen – in vielen Regionen Deutschlands sorgt das Winterwetter erneut für Einschränkungen auf den Straßen und den Gleisen – und auch Fernreisende müssen sich auf Einschränkungen einstellen.
Der Hauptstadtflughafen BER in Berlin-Schönefeld hat den Betrieb vorübergehend eingestellt. Aufgrund von Blitzeis seien derzeit keine Starts und Landungen mehr möglich, sagte eine Flughafensprecherin der Nachrichtenagentur dpa am Abend. “Unsere Flächen sind spiegelglatt. Es besteht Gefahr für Leib und Leben.”
Wann der Betrieb wieder aufgenommen werde, sei noch offen. Zunächst gelte ohnehin das Nachtverbot. “Danach sehen wir am Freitagmorgen weiter.” Schon im Laufe des Tages hatte das Winterwetter am BER zu Problemen geführt. Zunächst konnten am Morgen nach gefrierendem Regen keine Maschinen starten. Das Enteisen der Flugzeuge nahm jeweils bis zu einer Stunde Zeit in Anspruch. Der erste Flieger hob am späten Vormittag ab, bevor die Flüge dann erneut am Abend gestoppt werden mussten.
Mann bricht in See ein und stirbt
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zunächst vor erhöhten Risiken durch Glatteis im Westen und Nordwesten Brandenburgs gewarnt. “Es besteht hohe Glättegefahr durch gefrierenden Regen und Eisansatz”, so der DWD. Zuletzt stuften die Experten des DWD die Lage auf eine Warnung vor “markantem Wetter” herab.
Trotz frostigen Temperaturen ist es vielerorts noch nicht sicher, Eisflächen zu betreten. In Berlin ist ein Mann auf dem Halensee eingebrochen und gestorben. Das sagte ein Sprecher der Berliner Polizei der Nachrichtenagentur dpa. Einsatzkräfte konnten den älteren Mann zwar noch aus dem Wasser retten, er starb jedoch später im Krankenhaus an seinen Verletzungen.
Unfälle in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern
Auf der eisglatten Autobahn 10 bei Potsdam sind bei einer Reihe von Unfällen insgesamt 19 Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei krachten zwischen dem Autobahndreieck Nuthetal und der Anschlussstelle Michendorf in beiden Fahrtrichtungen jeweils mehrere Fahrzeuge ineinander. Ursache war offenbar Glätte. Drei der Verletzten mussten im Krankenhaus behandelt werden.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern kam es auf teils sehr glatten Straßen zu mehreren Unfällen. Dabei wurden insgesamt vier Menschen leicht verletzt. Bei vielen Unfällen blieb es bei Blechschäden. Fahrzeuge seien etwa gegen Leitplanken, Zäune oder Mauern geprallt, sagte eine Polizeisprecherin.
Der DWD hatte auch für Teile Mecklenburg-Vorpommerns Unwetterwarnungen herausgegeben. Es wurde vor gefrierendem Regen und Glätte gewarnt, auch Schneefall sei zu erwarten.
Nahverkehr teils eingestellt
Für Teile Sachsen-Anhalts wurden “unwetterartige Entwicklungen” nicht ausgeschlossen, warnten die Experten des Deutschen Wetterdienstes. In Dessau fahren aktuell keine Busse mehr. Alle Linien, auch die Nachtbuslinien, würden mit sofortiger Wirkung eingestellt, teilten die Stadtwerke Dessau mit. In Teilen Brandenburgs wurde der Busverkehr ebenfalls eingestellt.
Im Fernverkehr der Deutschen Bahn sorgte das Wetter erneut für Zugausfälle und Verspätungen zwischen Hannover und Berlin. Das Ausmaß sei jedoch geringer als am Mittwoch, sagte eine Bahnsprecherin. Wer mit Regionalbahnen im Norden unterwegs war, hatte mit eingeschränkten Fahrplänen zu kämpfen.





















