Geopolitik

Ukraine-Krieg: ++ Ukraine laut Selenskyj nur noch „zehn Prozent“ von Friedensabkommen entfernt ++ Liveticker | ABC-Z

Russland wirft der Ukraine vor, eine Residenz Putins angegriffen zu haben. Diese Vorwürfe weist Kiew zurück – und spricht von einer Lüge. US-Präsident Trump sagt, er sei von Putin informiert worden. Der Kreml teilt mit, seine Position bei den Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine zu überdenken.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine und die Sicherheitspolitik in Europa im Liveticker:

00:43 Uhr – Angriff auf Putin-Residenz? Russland übergibt angebliches Drohnenteil dem US-Militärattaché

Russland hat nach eigenen Angaben auf einer ukrainischen Drohne Navigationsdaten entschlüsselt, die einen angeblich geplanten Angriff auf eine Residenz von Wladimir Putin beweisen sollen. Die Materialien mit entschlüsselten Routing-Daten in einer Mappe sowie ein Bauteil der Drohne seien einem Vertreter des Militärattachés der US-Botschaft in Moskau übergeben worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.

Das Ministerium veröffentlichte auch ein Video von dieser ungewöhnlichen Begegnung des Chefs des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow, mit den Uniformierten. Der US-Auslandsgeheimdienst CIA war zur Auffassung gekommen, dass die Ukraine die Putin-Residenz nicht angegriffen hat oder dies wollte.

Donnerstag, 1. Januar:

22:30 Uhr – Russland erhöht Mehrwertsteuer

Für die Russen wird das Leben wegen des Ukraine-Kriegs teurer: Seit Jahresbeginn beträgt die Mehrwertsteuer 22 statt 20 Prozent. Allein in diesem Jahr sollen damit zusätzlich umgerechnet rund 13 Milliarden Euro (1,187 Trillion Rubel) in die Staatskasse fließen. Der Steuersatz für Lebensmittel, Medikamente und Kinderbedarf soll bei zehn Prozent bleiben.

Die Mehrwertsteuererhöhung war im Herbst beschlossen worden. Wladimir Putin hatte erklärt, dass die Mehrwertsteuererhöhung nötig sei, um den Haushalt auszugleichen. Schon im laufenden russischen Haushalt 2025 machen Militär und Sicherheit Berechnungen zufolge etwa 40 Prozent aller staatlichen Ausgaben aus.

19:53 Uhr – Verhandlungen gehen am 3.1. weiter

Wolodymyr Selenskyj erwartet bei den Verhandlungen mit Amerikanern, Europäern und Vertretern der Nato in den nächsten Tagen weitere Fortschritte. „Das Wichtigste sind die Sicherheitsgarantien für die Ukraine“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. „Politisch ist fast alles vorbereitet, und es ist wichtig, jedes Detail zu klären, wie die Garantien in der Luft, zu Lande und zu Wasser funktionieren werden, wenn es uns gelingt, den Krieg zu beenden“, führte er aus.

Beim Treffen der nationalen Sicherheitsberater an diesem Samstag (3. Januar) in Kiew hätten 15 Länder, Vertreter der EU und der Nato ihre Teilnahme zugesagt. Das amerikanische Team werde online zugeschaltet, sagte Selenskyj. Am 5. Januar solle es Gespräche auf Ebene der Generalstabschefs geben, gefolgt von einem Gipfel der „Koalition der Willigen“ am Dienstag. Die Ukraine bereite sich auf ein produktives Treffen vor, sagte Selenskyj.

16:20 Uhr – Ukraine greift Energieanlagen in Russland an

Die Ukraine hat Öl- und Industrieanlagen in mindestens ‍zwei russischen Regionen angegriffen. In einer Raffinerie in Krasnodar und einem Lager der Energiebranche in Tatarstan seien Brände ausgebrochen, erklären russische Behörden. Das ukrainische Militär bestätigt die Angriffe. Nach russischen Angaben wurde auch eine Industrieanlage in der Region Kaluga südwestlich von Moskau angegriffen.

16:06 Uhr – Ukrainischer Geheimdienst täuschte Tod von Milizenführer vor

Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat Ende Dezember den Tod eines russischen Milizenführers fingiert, der in der Ukraine gegen Moskaus Truppen kämpft. Geheimdienstchef Kyrylo Budanow zeigte am Neujahrstag in einem Video den totgeglaubten Denis Kapustin, Chef des russischen Freiwilligenkorps RDK. Es kämpft an der Seite ukrainischer Truppen gegen die russische Invasion.

In einer komplizierten Aktion sei es dem HUR gelungen, im russischen Geheimdienst die Drahtzieher eines geplanten Attentats auf Kapustin zu ermitteln, hieß es in einer Mitteilung. Das von Moskau ausgesetzte Kopfgeld von 500.000 US-Dollar (425.000 Euro) sei sichergestellt worden und komme nun der Verteidigung der Ukraine zugute. Unabhängige Quellen zu dieser Darstellung aus Kiew gab es indes nicht.

Kapustins Truppe hatte am 27. Dezember mitgeteilt, ihr Kommandeur sei im Gebiet Saporischschja durch einen russischen Drohnenangriff getötet worden. Es wurde Rache für den Tod des Rechtsextremisten mit dem Kampfnamen White Rex angedroht. Das RDK war in der Vergangenheit in dem Krieg auch mit Kämpfern und schwerer Militärtechnik auf russisches Gebiet vorgedrungen und hatte dort zeitweilig Ortschaften kontrolliert.

Ukrainische Geheimdienste hatten schon 2018 einen Todesfall vorgetäuscht und weltweit Schlagzeilen gemacht. Damals hieß es, der kremlkritische russische Kriegsberichterstatter Arkadi Babtschenko sei in Kiew bei einem Anschlag getötet worden. Einen Tag später zeigte sich, dass Babtschenko noch lebte. Mithilfe dieser Finte seien die Attentäter entlarvt worden.

15:49 Uhr – Selenskyj in Neujahrsansprache: Ukraine „zehn Prozent“ von Friedensabkommen entfernt

Nach wochenlangem diplomatischen Ringen ist die Ukraine nach den Worten Wolodymyr Selenskyj „zehn Prozent“ von einem Abkommen zur Beendigung des Krieges mit Russland entfernt. „Das Friedensabkommen ist zu 90 Prozent fertig“, sagte Selenskyj in seiner Neujahrsansprache.

„Zehn Prozent bleiben“, sagte Selenskyj in seiner Neujahrsansprache mit Blick auf die Verhandlungen. Dies seien „die zehn Prozent, die das Schicksal des Friedens, das Schicksal der Ukraine“ bestimmen würden, fügte er hinzu. Sein Land wolle ein Ende des Krieges, aber nicht „um jeden Preis“. Ein Abkommen müsse starke Sicherheitsgarantien beinhalten.

15:37 Uhr – Ausgedehnte Stromausfälle in Ukraine nach russischen Angriffen

Russland ‍hat die Ukraine nach deren Angaben erneut mit Luftangriffen auf die Energieversorgung überzogen und die Stromversorgung zahlreicher Haushalte unterbrochen. In der Neujahrsnacht seien mehr als 200 Drohnen gezählt worden, erklärte Präsident Selenskyj. ⁠Die Angriffe hätten sich gegen ⁠die Energieinfrastruktur in sieben Regionen gerichtet. Dem Energieministerium zufolge fiel in Teilen der Regionen Wolhynien (Wolyn) im Westen, Odessa im Süden und Tschernihiw im Norden der Strom aus. Allein in der an Polen und Belarus grenzenden Region Wolhynien sind ‍nach örtlichen Angaben mehr als 103.000 ‍Haushalte betroffen.

14:59 Uhr – Russland bekräftigt Vorwurf eines Drohnenangriffs auf Putins Residenz

Das russische Verteidigungsministerium hält an seinem Vorwurf fest, das ukrainische Militär habe eine Residenz von Wladimir Putin mit Drohnen angegriffen. Das Ministerium behauptete, seine Spezialisten hätten sich Zugriff auf das Navigationssystem einer der mutmaßlich eingesetzten Drohnen verschafft. Anhand der Daten sei bestätigt worden, dass Putins Residenz das Ziel der Drohne gewesen sei. Die Angaben konnten nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden, weil das Ministerium keine Beweise vorlegte. Russische Vertreter gaben jedoch an, die Daten würden über etablierte Kanäle an US-Behörden weitergeleitet.

12:40 Uhr – Ukraine setzt zwei neue Patriot-Flugabwehrsysteme ein

Die Ukraine hat nach Militärangaben mit deutscher Hilfe zwei weitere leistungsstarke Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot erhalten. Die Waffen seien bereits zum Schutz ukrainischer Städte und wichtiger Infrastruktur in Einsatz, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew mit. Nach Angaben von Verteidigungsminister Denys Schmyhal sei dies möglich geworden „dank der jüngsten Vereinbarungen mit der deutschen Regierung“.

Das Bundesverteidigungsministerium hatte im vergangenen August die schrittweise Lieferung von Komponenten für zwei Patriot-Systeme angekündigt. Deutschland werde im Gegenzug von den USA bevorzugt und schnell mit Patriots der neuesten Generation beliefert, hieß es damals. Norwegen kündigte im Sommer an, die Lieferung der zwei Systeme an Kiew finanziell zu unterstützen.

09:47 Uhr – Berichte: Laut CIA kein Angriff Kiews auf Putins Residenz

Der US-Geheimdienst CIA hat Medienberichten zufolge die Erkenntnis erlangt, dass die Ukraine weder den russischen Präsidenten Putin ins Visier genommen noch eine seiner Residenzen angegriffen hat. Das berichteten das „Wall Street Journal“ sowie die Sender PBS und CNN unter Berufung auf namentlich nicht genannte Vertreter der US-Regierung. Damit widerspricht der US-Auslandsgeheimdienst schweren Vorwürfen aus Moskau vom Montag.

Kiew hat vehement bestritten, eine Residenz Putins angegriffen zu haben. Die Ukraine sah in Moskaus Behauptung einen russischen Vorwand, den Krieg trotz laufender Verhandlungen um eine Friedenslösung weiter fortzusetzen und erneut auch Regierungsgebäude in Kiew angreifen zu wollen.

Russland präsentierte am Mittwoch erstmals mögliche Beweise für den Angriff, darunter Reste einer mutmaßlich ukrainischen Drohne. Der ukrainische Auslandsgeheimdienst sprach von gefälschten Karten und Attrappen. Viele Experten bezweifeln ebenfalls, dass der von Russland geschilderte Angriff so stattgefunden hat.

09:36 Uhr – Ukrainische Drohnen attackieren russische Ölanlagen

Die Ukraine hat in ihrem Abwehrkampf auch in der Neujahrsnacht russische Ölanlagen mit Drohnen angegriffen. Im Gebiet Kaluga südwestlich von Moskau wurde nach Informationen russischer Telegramkanäle ein Tanklager getroffen. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Auch die Raffinerie von Ilski in Südrussland wurde Berichten zufolge zum wiederholten Mal attackiert.

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien über Nacht 168 ukrainische Kampfdrohnen abgeschossen worden. Solche Militärzahlen sind nicht überprüfbar. Die genannte hohe Zahl lässt aber auf einen intensiven Angriff schließen, was sich mit Angaben ukrainischer Militärbeobachter deckt.

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete nach Mitternacht immer wieder von Drohnen, die im Anflug auf die russische Hauptstadt abgefangen worden seien. Zu Schäden wurde nichts mitgeteilt.

08:40 – Gouverneur: Angeblich mindestens 24 Tote nach ukrainischem Angriff

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ⁠ein Hotel und ⁠ein Café in der Region Cherson sind nach Angaben des von Russland eingesetzten Gouverneurs Wladimir Saldo mindestens 24 Menschen getötet worden. ‍Mehr als 50 weitere ‍Menschen seien verletzt worden, teilt ⁠Saldo auf Telegram mit. Der Angriff habe sich in ‍dem Küstenort Chorly ⁠ereignet. ‌Zum ‌Zeitpunkt ‌des Angriffs hätten in dem ​Hotel und dem Cafe Neujahrsfeierlichkeiten ‍stattgefunden. Für den Angriff liegen bislang keine Foto- oder Videobelege vor.

04:26 Uhr – Angeblicher Angriff auf Putin-Residenz ist „Lug und Trug“, sagt Strack-Zimmermann

Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann warnt davor, den russischen Angaben über einen ukrainischen Drohnenangriff auf eine Residenz von Präsident Wladimir Putin zu glauben. „99,9 Prozent der Nachrichten, die aus dem Kreml kommen, sind Lug und Trug“, sagte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament der Funke Mediengruppe. Putins „menschenverachtende Geschichte“ über den angeblichen Drohnenangriff gehöre „in die Tonne“, fügte sie hinzu.

00:22 Uhr – Putin als Hürde: Trump teilt russlandkritischen Artikel

Donald Trump hat überraschend einen sehr russlandkritischen Artikel auf seiner Plattform Truth Social geteilt. Das Boulevardblatt „New York Post“ stellt in dem Stück Wladimir Putin als eigentliche Hürde auf dem Weg zum Frieden dar und geht hart mit ihm ins Gericht. Trump verbreitet regelmäßig Artikel von Medien, die ihm nahestehen. In manchen Fällen kommentiert der Präsident die Texte – diesmal allerdings nicht.

Unter anderem heißt es in dem Beitrag, der Angriff auf Putin sei „mehr als gerechtfertigt“. „Wir brauchen seine Krokodilstränen nicht, stattdessen sollte der Druck erhöht werden“. Es wird dafür plädiert, dass Russland keine weiteren Zugeständnisse gemacht werden sollten, sondern ein härteres Vorgehen nötig sei. Kiew habe seinen Teil beigetragen – nun liege es an Putin, zu handeln.

Mittwoch, 31. Dezember 2025

19:51 Uhr – Trumps Sondergesandter Witkoff telefoniert mit Merz‘ Berater Sautter

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat nach eigenen Angaben mit dem außenpolitischen Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Günter Sautter, sowie den entsprechenden Beratern der Staats- und Regierungschefs aus Frankreich, Großbritannien und der Ukraine telefoniert. An dem Gespräch nahmen auch US-Außenminister Marco Rubio und Jared Kushner, Schwiegersohn und Berater von Donald Trump, teil.

Dabei sei es unter anderem um eine Stärkung von Sicherheitsgarantien und die Entwicklung „effektiver Deeskalationsmechanismen“ gegangen, schrieb Witkoff auf X. Das Telefonat bezeichnete er als „produktiv“. Viele weitere Details wurden besprochen, und wir werden diese wichtige Arbeit und die Koordination im neuen Jahr fortsetzen“, schrieb Witkoff.

18:55 Uhr – Finnland beschlagnahmt Frachtschiff aus St. Petersburg

Finnlands Polizei hat ein Frachtschiff beschlagnahmt, das im Verdacht steht, für die Beschädigung eines Unterseekabels im Finnischen Meerbusen verantwortlich zu sein. Nach Angaben der finnischen Küstenwache handelt es sich um den Frachter “Fitburg”. Das 132 Meter lange Schiff fährt unter der Flagge des Karibikstaats Sankt Vincent und den Grenadinen und war demnach auf dem Weg vom russischen St. Petersburg nach Haifa in Israel. Das Kabel zwischen Helsinki und Tallinn war am frühen Morgen beschädigt worden.

17:20 Uhr – Selenskyj teilt Glauben an Frieden

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in seiner Neujahrsbotschaft den Glauben an den Frieden hervorgehoben. Das auslaufende Jahr sei geprägt gewesen „von der Treue und Standhaftigkeit, den Prinzipien und der täglichen Arbeit der Ukrainer“, teilte er auf Facebook und X mit. „Dieses Jahr wurde möglich dank unserer Verteidiger – denen, die es nicht nur für die Ukraine, sondern für alle verteidigt haben, die Freiheit und Würde schätzen.“

16:01 Uhr – Ukraine greift russisches Treibstofflager an

Ukrainische Drohnen haben nach offizieller Darstellung aus Kiew ein Treibstofflager in der Region Jaroslawl nordöstlich von Moskau getroffen und in Brand gesetzt. Das teilte der ukrainische Geheimdienst SBU der Agentur Ukrinform mit. Das Terminal „Temp“ in der Stadt Rybinsk gehöre zu den strategischen Reserven Russlands. „Der SBU unterbricht mit chirurgischer Präzision weiterhin die Lieferketten russischer Erdölprodukte sowohl ins Ausland als auch an die Truppen, die die Ukraine angreifen“, wurde ein namentlich nicht genannter Geheimdienstmitarbeiter zitiert.

Die Agentur veröffentlichte dazu ein Video, auf dem ein Großbrand hinter verschneiten Häusern zu sehen ist. Die genaue Örtlichkeit dazu war nicht zu erkennen. Von russischer Seite gab es zu dem ukrainischen Bericht keine Angaben. Jaroslawl liegt etwa 280 Kilometer nordöstlich von Moskau und ist mehr als 800 Kilometer von der Ukraine entfernt.

15:02 Uhr – Putin in Neujahrsbotschaft: Glauben an den Sieg

Wladimir Putin hat sich in seiner Neujahrsbotschaft auch nach fast vier Jahren seines Angriffskrieges gegen die Ukraine siegessicher gezeigt. „Ich gratuliere unseren Kämpfern und Kommandeuren zum beginnenden Neuen Jahr! Wir glauben an sie und an unseren Sieg“, sagte Putin laut dem von Staatsmedien veröffentlichten Text der aufgezeichneten Videoansprache.

Die Soldaten, denen die Ukraine Kriegsverbrechen vorwirft, bezeichnete Putin erneut als „Helden“. „Millionen Menschen in ganz Russland – das versichere ich ihnen! – sind in dieser Silvesternacht bei ihnen. Sie denken an sie, fühlen mit ihnen, hoffen auf sie. Wir sind vereint in unserer aufrichtigen, selbstlosen und treuen Liebe zu Russland“, sagte Putin. Von den Verhandlungen mit den USA über eine Beendigung des Krieges oder der Hoffnung auch vieler Russen auf Frieden war aber keine Rede in der Botschaft. Das Land werde seine gesetzten Ziele erreichen, „für unser großes Russland!“, sagte Putin.

11:37 Uhr – Russlands mutmaßliches Beweisvideo

Russland hat nach dem angeblichen Angriff Kiews auf eine Residenz Wladimir Putins erstmals mögliche Beweise präsentiert, darunter Reste einer mutmaßlich ukrainischen Drohne. „Der Terroranschlag des Kiewer Regimes war zielgerichtet, sorgfältig geplant und erfolgte in mehreren Stufen“, sagte der Chef der Luftabwehrraketentruppen der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte, Alexander Romanenkow, in Moskau.

In einem vom Verteidigungsministerium veröffentlichten Video listete der Generalmajor unter anderem Orte, genaue Uhrzeiten und Flugrouten einzelner Drohnen in der Nacht auf den 29. Dezember auf. Das Ministerium veröffentlichte zudem ein Video, auf dem ein Uniformierter in einem Wald und Fragmente einer angeblich ukrainischen Drohne zu sehen sind.

Es gebe einen großen, sechs Kilogramm schweren Sprengsatz an der Drohne „Tschaklun-B“. „Es ist ein seltener Fall, dass wir einen nicht detonierten Kampfsatz haben“, sagt der Mann mit dem verdeckten Gesicht in dem Video. Auf einem anderen, ebenfalls nicht überprüfbaren Video erzählt ein Mann – angeblich ein Augenzeuge – von Explosionsgeräuschen beim Abschuss der Drohnen.

10:14 Uhr – Kinder und Baby bei Angriff verletzt

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind nach Behördenangaben mindestens sechs Menschen verletzt worden, darunter ein Baby und zwei Kinder. Wohngebäude sowie „logistische und Energie-Infrastruktur“ seien beschossen worden, erklärte die Militärverwaltung der Region auf Telegram. Unter den Opfern waren laut Militärverwaltungschef Serhij Lysak ein sieben Monate alter Säugling und zwei Kinder im Alter von acht und 14 Jahren. In Teilen der Stadt fiel die Versorgung mit Fernwärme und Trinkwasser aus.

dpa/AP/AFP/Reuters/lay/ll/sebe/saha/rct

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