Eintracht Frankfurt: Krösches Geschenke steigern Erwartung an Toppmöller | ABC-Z

Keine Fußballsaison gleicht der nächsten. Und so ist auch die dritte Spielzeit von Dino Toppmöller nicht wie die zweite, nicht wie die erste. Eine Frage aber hat er jedes Mal gestellt bekommen, als der Eintracht-Trainer kurz vor Weihnachten seine Winterjacke bis ans Kinn hochzog: Welchen Stürmer wünschen Sie sich?
Das zeigt die komplizierten Bedingungen, unter denen der Trainer arbeitet. Jedes Jahr musste er seinen besten Stürmer ersetzen, erst Randal Kolo Muani, später Omar Marmoush, dann Hugo Ekitiké, heute den verletzten Jonathan Burkardt.
In diesem Jahr schenkte Sportvorstand Markus Krösche Toppmöller bereits einen alten Bekannten: den Frankfurter Younes Ebnoutalib, der sich privat nicht erst monatelang einfinden muss. Ob ihm das auch auf dem Platz gegen Dortmund oder Tottenham gelingt, nachdem der 22 Jahre alte Angreifer vor einem guten Jahr noch gegen Fulda und Kassel spielte, wird eine der großen Fragen der Rückrunde.
Drei der Stürmer-Geschenke hat Toppmöller zurückgegeben. Im ersten Jahr den Österreicher Sasa Kalajdzic, der sich früh verletzte. Im zweiten Jahr Michy Batshuayi, der erst kaum spielte und dem nun der Fuß brach. Der Belgier wird noch ein paar Wochen ausfallen. Das größte Paket, der Franzose Elye Wahi, verabschiedete sich vor ein paar Tagen wieder aus Frankfurt. Er spielt leihweise in Nizza – und nachdem Wahi ein Jahr lang in Frankfurt keine Palme traf, brauchte er in Südfrankreich acht Minuten für sein erstes Tor.
Auch das zweite Präsent ahnt Toppmöller schon. Der Franzose Arnaud Kalimuendo stand schon auf der Wunschliste, als die Eintracht Hugo Ekitiké vor zwei Jahren auslieh und Wahi vor einem Jahr kaufte. Jetzt sitzt der Franzose bei Nottingham auf der Bank. Und die Eintracht ist wieder interessiert. Kalimuendo soll erst geliehen werden, dann könnten ihn die Frankfurter per Option kaufen. Er wäre ähnlich teuer wie Ekitiké oder Wahi.
Toppmöller hätte Anfang Januar zwei neue Stürmer, die ihm vor allem in den letzten Wochen 2025 schmerzlich fehlten. Zwei Spieler, bei denen die Hoffnung lautet: Bitte nicht bald wieder umtauschen. Und die in den wichtigsten Wochen der Eintracht-Saison treffen sollen. Früh im neuen Jahr tritt sie an zu zwei Spitzenspielen in der Bundesliga (gegen Dortmund an diesem Freitag und Stuttgart) und der letzten Chance in der Champions League gegen Agdam und Tottenham.
Aber wie das so ist mit Geschenken: Wenige Dinge im Leben gibt es ohne Gegenleistung. Die Wünsche der Vereinsführung an Toppmöller sind jedenfalls bekannt: einen ansprechenden Jahresbeginn – und im Mai einen Gutschein für den Europapokal.





















