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Eintracht Frankfurt beim 1. FC Union Berlin 1:1 mit Albert Riera | ABC-Z

Eintracht Frankfurt hat bei der Premiere seines neuen Trainers Albert Riera den großen Befreiungsschlag verpasst und bleibt im neuen Jahr sieglos. Die Hessen mussten sich zum Auftakt des 21. Spieltags in der Fußball-Bundesliga am Freitagabend mit einem 1:1 (0:0) beim 1. FC Union Berlin begnügen und sind nun schon seit neun Pflichtspielen ohne Sieg.

Der späte Führungstreffer von Nathaniel Brown (84. Minute) hatte Frankfurt auf die Trendwende hoffen lassen. Doch Union kam durch einen Elfmeter von Leopold Querfeld (87.) zum schnellen und auch verdienten Ausgleich. Vor dem Strafstoß sah Eintracht-Profi Oscar Höjlund die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels.

Sechs Minuten Unterbrechung wegen Pyrotechnik

„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, vom Spielverlauf her ist es bitter, dass wir das 1:1 kassieren“, sagte der Frankfurter Torschütze Brown. Von Rieras Arbeit ist er angetan. „Er will uns sehr viel mitgeben. Es macht sehr viel Spaß“, erzählte Brown weiter.

Immerhin konnte der Spanier Riera die mit 46 Gegentoren schlechteste Abwehr der Liga etwas stabilisieren. Offensiv blieb das Team um dem früheren Weltmeister Mario Götze aber wieder vieles schuldig.

Zum Einstand sprang für den neuen Trainer von Eintracht Frankfurt, Albert Riera, ein 1:1 heraus.dpa

Doch auch Union dürfte mit dem Unentschieden nicht unbedingt zufrieden sein, die Eisernen sind seit sechs Spielen ohne Drei-Punkte-Erfolg und liegen weiterhin drei Punkte hinter der Eintracht zurück. Pech hatte Union in der 76. Minute, als Derrick Köhn den Pfosten traf.

Das Spiel hatte kaum begonnen, da wurde es auch schon unterbrochen. Auf den Rängen hatten Heimfans bei der Choreo zum 60. Klubgeburtstag zahlreiche Pyrotechnik gezündet, der Rauch behinderte die Sicht massiv. Schiedsrichter Sören Storks pfiff die Partie nach sechs Minuten Unterbrechung wieder an.

Danach übernahmen zunächst die Gäste aus Hessen die Spielkontrolle. Götze und Co. hatten anfangs deutlich mehr Ballbesitz, ohne daraus Kapital schlagen zu können. Die Flanken von Arnaud Kalimuendo (28.) und Nathaniel Brown (32.) waren in aussichtsreicher Position nicht präzise genug.

Selbst gerieten die zuletzt so defensivschwachen Frankfurter vor dem eigenen Tor ab Mitte der ersten Halbzeit stärker in Bedrängnis. Torwart Kaua Santos, der den Vorzug vor Michael Zetterer erhalten hatte, konnte sich bei einem Volley-Distanzschuss von Aljoscha Kemlein (41.) auszeichnen.

Die Eintracht verteidigte leidenschaftlich – und der neue Cheftrainer lebte es am Seitenrand vor. Riera war im langen dunklen Mantel sehr aktiv, er klatschte bei gelungenen Aktionen und dirigierte viel und gestenreich mit seinen Armen.

Der Nachfolger des am Ende glück- und erfolglosen Dino Toppmöller hatte seine verunsicherten Spieler stark geredet und selbst viel Selbstvertrauen ausgestrahlt. „Vielleicht habe ich einen Zauberstab, aber glaubt mir, ich werde es schaffen“, hatte der Mallorquiner vor dem Spiel gesagt: „Alles wird anders sein.“

Zauberfußball sahen die mitgereisten Eintracht-Fans zwar nicht, aber immerhin war ihr Team defensiv und auch taktisch verbessert. In der 56. Minute vergab Oscar Höjlund die erste ernsthafte Chance der Hessen im gegnerischen Strafraum kläglich. Insgesamt blieb das Spiel auf einem sehr überschaubaren Niveau, am Ende wurde es aber hektisch.

Das Spiel konnte trotz der schwierigen Wetterbedingungen mit Schneefall, Eiskörnern und gefrierendem Regen stattfinden. Dafür hatten auch Union-Fans gesorgt, die dem Klub beim Beseitigen von Schnee und Eis im und um das Stadion An der Alten Försterei geholfen hatten. Eine ähnliche Aktion hatte es zuletzt schon vor der Partie gegen Mainz im Januar gegeben.

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