Berlin

Offenbar Bombe an Fischerinsel gefunden – Evakuierung betrifft rund 7.500 Menschen in Berlin-Mitte | ABC-Z

Für Bewohner der Berliner Fischerinsel wird die Nacht unruhig. An der Mühlendammschleuse wurde eine mutmaßliche Weltkriegsbombe im Wasser gefunden. Laut Polizei müssen rund 7.500 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Der Bezirk will den Bewohnern Notunterkünfte stellen.

Im Bereich der Fischerinsel in Berlin-Mitte ist am Donnerstag offenbar Weltkriegsmunition in der Spree entdeckt worden. Die Experten des Kampfmittelräumdienstes hätten den gefundenen Gegenstand als Bombe eingestuft, sagte Polizeisprecher Michael Gassen dem rbb.

Der Bereich unmittelbar um den Fundort an der Mühlendammschleuse wurde sofort abgesperrt, der Schiffsverkehr auf der Spree wurde laut Polizei unterbrochen.

Rund um den Fundort wird nun ein Sperrkreis eingerichtet. Etwa 7.500 Anwohner müssen laut Gassen ihre Wohnungen verlassen. Medizinische Einrichtungen sind den Angaben zufolge nicht betroffen. Aber Botschaften sowie Senatsgebäude liegen in dem Sperrkreis.

Polizeikräfte gehen von Haus zu Haus, um Bewohner zu informieren. In der Sperrzone befinden sich mehrere Hochhäuser. Die Polizei geht davon aus, dass der Einsatz bis in die Morgenstunden dauert.

Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Berliner Verkehrsbetriebe und das Bezirksamt Mitte würden alle notwendigen Maßnahmen veranlassen, hieß es. Für Menschen, die nicht bei Angehörigen oder Freunden unterkommen können, sollte eine Notunterkunft eingerichtet werden.

Erst wenn die Evakuierung abgeschlossen sei, werde ein Taucher die Bombe genauer untersuchen, um dann über das weitere Vorgehen entscheiden zu können, so Polizeisprecher Gassen. Nach einer ersten Einschätzung hieß es, die Bombe werde wohl vor Ort entschärft werden müssen. Bei der Entschärfung sei Eile geboten, weil die Beschaffenheit der Bombe unklar sei, sagte ein Polizeisprecher.

Für die Evakuierung wurden bereits frühzeitig Polizeikräfte zusammengezogen. Verantwortliche vom Bezirk Mitte sind den Angaben zufolge bereits vor Ort, um Unterbringungsmöglichkeiten und Versorgung zu klären. Auch Feuerwehr und Rettungskräfte stehen bereit.

Die Bombe wurde laut Polizei bei Routine-Arbeiten des Kampfmittelräumdienstes gefunden. Die Kampfmittelexperten hatten den Grund der Spree mit einem Bagger auf einem Arbeitsponton abgesucht.

Laut der Verkehrsinformationszentrale VIZ ist die U2 derzeit zwischen Spittelmarkt und Alexanderplatz unterbrochen.

Erst am Mittwoch war in Spandau eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Sie soll am Freitag entschärft werden. Deswegen müssen rund 12.400 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

Hinweis: In einer früheren Version zitierten wir den Polizeisprecher mit der Formulierung, es sei eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Zum jetztigen Zeitpunkt steht das aber noch nicht mit Sicherheit fest.

Sendung: rbb24 Abendschau, 18.09.2025, 19:30 Uhr

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