Netzrätsel: Physik zum Spielen | FAZ | ABC-Z

Der japanische Webentwickler „Saharan“ ist ein bescheidener Mensch. Auf seiner Website https://oimo.io/ sagt er über sich selbst „I make something“ – doch das ist reichlich untertrieben. Denn Saharan hat sich offenbar vorgenommen, Internetbrowser an ihre physikalischen Grenzen zu treiben – und dabei ziemlich viel Freude zu verbreiten.
Die Seite versammelt unter der Rubrik „Works“ eine Vielzahl von Projekten, die aussehen, als hätte jemand Physik-Lehrmaterial aus der Universität genommen, einmal kräftig durchgeschüttelt und im Web ausgeschüttet. Alles ist interaktiv, alles wabbelt, spritzt, flattert. Und alles reagiert erstaunlich lebendig auf die neugierigen Klicks des Betrachters.
Herzstück der Sammlung ist „Blob Toy“, ein Ensemble knautschiger Gummiwesen, die sich ziehen, zerren und verformen lassen, als seien sie digitale Antistressbälle. Ein weiteres Highlight ist der „Wet Cloth Simulation“, wo sich ein Stück Stoff benimmt wie ein im Wind wehendes Handtuch in einem Regenguss: Es tropft, klebt, hängt durch und reagiert auf jede Bewegung.
Dazu gesellt sich „Water3D“, eine kompakte Meeresoberfläche, die Wellen schlägt, als wolle sie demonstrieren, dass sich echtes Urlaubsfeeling auch ohne Strand und Sonnenschutz simulieren lässt. Trotz des spielerischen Erscheinungsbilds steckt hinter Oimo.io eine Menge Arbeit. Hier darf man Physik anfassen, verdrehen, gegen den Strich bürsten. Erstaunlich, was ein Browser heute aller darstellen kann, wenn man ihm ein bisschen Bewegung gönnt.
Nun unsere Frage: Welcher ehemaliger „Einzeller des Jahres“ passt thematisch gut zu der heute vorgestellten Internetseite? Wir suchen an dieser Stelle den wissenschaftlichen Namen. Senden Sie Ihre Lösung bitte an netzraetsel@faz.de. Wir verlosen einen eBook-Gutschein im Wert von 25 Euro. Einsendeschluss ist der 17. Dezember 2025, 21 Uhr. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt. Die Lösung des Rätsels der vergangenen Woche lautete „Fahrrad“.





















