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Matthäus überrascht mit gewagter Neuer-Einschätzung | ABC-Z

Für den einen könnte es der letzte Klassiker werden, für den anderen die Premiere. Manuel Neuer und Jonas Urbig. Bayerns Keeper-Routinier und sein Kronprinz. Nach einem Faserriss in der linken Wade ist Neuer noch nicht komplett fit, musste in den letzten Tagen kürzertreten. Die Frage, die sich deshalb an der Säbener Straße stellt: Geht man das Risiko ein, Neuer gegen Borussia Dortmund (Samstag, 18.30 Uhr) auflaufen zu lassen?

Neuer könnte zum 45. Mal gegen den BVB spielen

“Bei Manu sieht es eigentlich gut aus”, gab Trainer Vincent Kompany auf der Pressekonferenz am Freitagmorgen ein Update, schob aber wenige Sekunden hinterher: “Trotzdem möchte ich es noch einmal mit Manu besprechen.” Die Entscheidung könnte also kurzfristig fallen. Neuer muss in seinen Körper horchen, selbst bestimmen, ob er zum 45 (!) Mal in seiner Karriere gegen den BVB auflaufen will.

Geht es nach Sky-Experte Lothar Matthäus sollte der Torhüter lieber pausieren, sofern er sich nicht bei 100 Prozent fühlt. “Gefühlt hat er 1000 Spiele in seiner Karriere gemacht, da braucht er nicht noch einen Klassiker gegen Dortmund”, betonte der ehemalige Weltfußballer, der ebenfalls bis ins hohe Fußballeralter aktiv war. Er kann sich nicht vorstellen, dass dieses Spiel für Neuer so eine hohe Bedeutung hat.

Lothar Matthäus würde an der Stelle des FC Bayern kein Risiko bei Manuel Neuer eingehen.
© IMAGO
Lothar Matthäus würde an der Stelle des FC Bayern kein Risiko bei Manuel Neuer eingehen.

von IMAGO

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Matthäus würde grünes Licht von der medizinischen Abteilung abwarten

Auch wenn der fast 40-Jährige als Schalker Junge natürlich besondere Emotionen mit diesem Duell verknüpft. “Wenn es irgendwie aus gesundheitlichen Gründen nicht geht und er nur ein gelbes Licht von der medizinischen Abteilung bekommt, dann würde ich das grüne Licht abwarten”, so Matthäus. Immerhin würde Neuer einen weiteren Ausfall riskieren.

Und im schlimmsten Falle im Achtelfinale Mitte März gegen Atalanta Bergamo ausfallen, es wäre sein erstes Aufeinandertreffen mit den Italienern überhaupt. “Bayern München und Neuer sind so intelligent, dass sie wissen, was in den nächsten Wochen auf sie zukommt”, sagte Matthäus auf AZ-Nachfrage und bekräftigte: “Es ist nicht das Spiel des Lebens, es ist der Klassiker. Auch wenn die Bayern verlieren sollten, wird Dortmund nicht mehr an ihnen vorbeiziehen.” Klare Worte vom 64-Jährigen.

Matthäus sieht Urbig auf einem guten Weg

Außerdem: Dass die Münchner auch ohne einen Einsatz des Kapitäns gegen Dortmund, die nach dem schmerzlichen Ausscheiden in der Champions League am Mittwoch (1:4 in Bergamo) wohl noch unter Schockstarre stehen, gut aufgestellt sind, dem ist sich Matthäus sicher: “Sie haben mit Urbig einen Torhüter, der in großen Spielen schon gezeigt hat, dass er da ist. Er kann zwar Neuer nicht ersetzen, aber ist auf einem guten Weg.”

Und kann womöglich im Klassiker das erste Mal zeigen, dass er sich auch von der gelben Wand im Signal-Iduna-Park blenden lässt.

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