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Erding: Die Rücklagen der Stadt haben sich halbiert – Erding | ABC-Z

Der Erdinger Stadtrat hat einstimmig den Nachtragshaushalt 2025 mit einem Gesamtvolumen von mehr als 161 Millionen Euro beschlossen. Die Rücklagen haben sich, auch aufgrund von Grundstückskäufen, halbiert. Und doch steht die Große Kreisstadt mit mehr als 30 Millionen auf dem Konto zu vergleichbaren Kommunen immer noch gut da.

Das Volumen des Verwaltungshaushaltes, der die Einnahmen und Ausgaben des laufenden Betriebs abbildet, steigt auf 118,8 Millionen Euro. Der Nachtrag beträgt mehr als vier Millionen Euro. Hauptgrund sei der Anstieg des Gewerbesteueraufkommens um drei Millionen Euro auf 31,5 Millionen Euro, sagt Kämmerer Thomas Zahn. Zum Teil beruhe der Anstieg auf Nachzahlungen, fügte Zahn hinzu.

Gesunken sind dem Kämmerer zufolge die Schlüsselzuweisungen. Sie betragen nur 2,8 Millionen statt der veranschlagten 3,7 Millionen Euro. Das Aufkommen aus der Grunderwerbsteuer liegt mit fünf Millionen Euro um zehn Prozent unter dem Ansatz.

Bei den Ausgaben steigt die Betriebskostenförderung für Kindergärten von 14 auf 15 Millionen Euro. Personalausgaben liegen um zwei Millionen Euro über dem Ansatz. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt, in dem die Investitionen abgebildet sind, reduziert sich von 5,9 auf 4,3 Millionen Euro (im Vorjahr waren im Nachtragshaushalt 16 Millionen Euro veranschlagt).

Der Kämmerer rechnet mit steigenden Ausgaben bei stagnierenden Einnahmen

Das Volumen des Vermögenshaushalts steigt um 2,6 auf 42,4 Millionen Euro. Groß ist der Einschnitt bei den Rücklagen: Sie halbieren sich auf 30 Millionen Euro. Die Entnahme von 32,7 Millionen Euro – 10,7 Millionen Euro über dem ursprünglichen Ansatz – sei zum Ausgleich des Vermögenshaushaltes erforderlich, hieß es. Ein Grund für das geschmolzene Polster sind unter anderem Grundstückskäufe.  Für den Abschluss von „ungeplanten Grundstückskäufen“, so Gotz, fallen im Nachtrag Mehrausgaben von 5,5 Millionen Euro an.

Der Kämmerer rechnet in den nächsten Jahren mit steigenden Ausgaben bei stagnierenden Einnahmen. Um Reserven zu bilden und Krisen durchstehen zu können, müsse sparsam agiert werden. Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) fügte bei der Haushaltsdebatte im Stadtrat an, dass die Stadt finanziell gut da stehe. Die Mittel müssten aber wegen größerer Investitionsvorhaben wie bei der Kinderbetreuung, der Feuerwehr oder der Sanierung des Kanalnetzes „zusammengehalten“ werden.  Immerhin gibt es Reserven: Die 2025 geplanten Grundstücksverkäufe in Pretzen wurden verschoben. Das hat Mindereinnahmen von 4,6 Millionen Euro zur Folge.

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