Darum hat die britische Marine nicht angegriffen | ABC-Z

Die Royal Navy hat nach eigenen Angaben in einer dreitägigen, koordinierten Operation mit NATO-Verbündeten ein russisches U-Boot der Kilo-Klasse mit dem Namen „Krasnodar“ und dessen Schlepper „Altay“ durch den Ärmelkanal begleitet. Die beiden Schiffe waren zuvor durch die Nordsee und die Straße von Dover gefahren und verblieben während der gesamten Operation an der Wasseroberfläche, trotz stürmischer Wetterbedingungen.
Die beiden Schiffe seien von einem britischen Versorgungsschiff verfolgt worden. Wäre das U-Boot „Krasnodar“ untergetaucht, wären „Maßnahmen zur U-Boot-Abwehr“ eingeleitet worden, hieß es weiter. Die „Krasnodar“ sei aber an der Oberfläche verblieben.
30 Prozent mehr russische Schiffe in britischen Gewässern
Fregattenkapitän David Emery erklärte: „Die Aufrechterhaltung einer sichtbaren Präsenz und die kontinuierliche Überwachung russischer Schiffe in britischen Gewässern sind von entscheidender Bedeutung für die nationale Sicherheit.“
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Die Aktivität russischer Schiffe, insbesondere von U-Booten, in britischen Gewässern hat laut Regierungsangaben in den letzten zwei Jahren um 30 Prozent zugenommen. In ihrem Bericht schreibt die Royal Navy, dass diese Überwachung zeige, wie ernst es die britische Regierung damit meine, ihre Gewässer zu schützen.
Kapitän James Allen, Kommandant des Versorgungsschiffes, lobte die Zusammenarbeit mit NATO-Verbündeten und betonte die Bedeutung von Professionalität und Teamwork: „Nichts schärft die Konzentration eines Seemanns so sehr wie ein russisches U-Boot.“
Kooperationsabkommen zwischen Großbritannien und Norwegen
Die britischen Streitkräfte verfolgten die „Krasnodar“ und ihren Begleitschlepper, bis die Schiffe den Nordwesten Frankreichs erreichten und die Überwachungsaufgabe dort an einen NATO-Verbündeten übergeben wurde. Wann dieser Vorfall genau stattgefunden hat, sagt die Royal Navy nicht.
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Neben dieser Operation unterzeichneten Großbritannien und Norwegen Anfang Dezember ein Kooperationsabkommen, um gemeinsam mit Fregatten gezielt russische U-Boote im Nordatlantik aufzuspüren. Die britische Marine hatte außerdem schon im Juli eine ähnliche Aktion durchgeführt, die sich gegen das russische U-Boot „Noworossijsk“ richtete.
mit afp














