Schwache Zahlen für Tesla – BYD größter E-Auto-Produzent der Welt – Wirtschaft | ABC-Z

Erneut muss der Autohersteller Tesla schlechte Zahlen vermelden: Im letzten Quartal des Jahres 2025 sind die Auslieferungen stark zurückgegangen. Der Elektroautohersteller brachte weltweit etwa 418 000 Fahrzeuge zu den Kunden, 15,6 Prozent weniger als im vierten Quartal des Jahres 2024. Im ganzen Jahr 2025 hat Tesla mehr als 1,6 Millionen Autos ausgeliefert, auch das weniger als 2024, der Rückgang beträgt hier 8,5 Prozent. Den bisherigen Höhepunkt hatte Tesla 2023 mit etwas über 1,8 Millionen ausgelieferten Wagen erreicht.
Inzwischen ist der chinesische Hersteller BYD an Tesla vorbeigezogen und mit 2,26 Millionen Auslieferungen vergangenes Jahr zum weltweit größten Produzenten von Elektro-Fahrzeugen aufgestiegen. BYD ist außerdem erfolgreich im Markt der Plug-in-Hybrid-Autos und exportiert zahlreiche davon auch nach Europa und Deutschland.
Ein Grund für den starken Rückgang bei Tesla ist, dass die US-Regierung unter Donald Trump die Subventionen für Elektroautos gestoppt hat. 7500 US-Dollar Steuervergünstigung gab es bis Ende September, anschließend fiel dieser Vorteil weg. Im dritten Quartal waren die Tesla-Auslieferungen noch um mehr als sieben Prozent hochgeschnellt, weil viele Interessenten in den USA die Prämie noch mitnehmen wollten.
Zudem kämpft der Elektroautopionier mit verstärkter Konkurrenz in Nordamerika und Europa. Auch Diskussionen um politische Äußerungen von Konzernchef Musk betreffen die Marke. Dazu kommt, dass die Modellpalette als vergleichsweise alt angesehen wird. Tesla hat versucht, den Abwärtstrend mit günstigeren „Standard“-Versionen seiner Modelle Y und 3 zu stoppen.
Tesla-Chef Elon Musk spielt allerdings die Bedeutung des Autoverkaufs herunter und behauptet, dass die Zukunft des Unternehmens in selbstfahrenden Taxis und menschenähnlichen Robotern liegt. In beiden Bereichen steht Tesla erst am Anfang und trifft auf starke Konkurrenz. So hat Tesla bisher nur ein paar Dutzend Robotaxis in der texanischen Stadt Austin im Einsatz, die zumeist von Aufpassern im Beifahrersitz begleitet werden. Die Google-Schwesterfirma Waymo unterdessen betreibt mehr als 2500 fahrerlose Wagen in mehreren US-Städten und ist auf Expansionskurs. An humanoiden Robotern unterdessen forschen viele chinesische Unternehmen und US-Firmen wie Agility Robotics und Figure AI. Sie arbeiten bereits daran, die Maschinen in der Industrie einzusetzen.




















