Wallis: Naturkatastrophen und Unglücke in dem Kanton – Panorama | ABC-Z

Das Wallis – auf Französisch Valais – gilt als wild. Schon allein, weil der flächenmäßig drittgrößte Kanton der Schweiz, in dem Französisch und Deutsch gesprochen werden, vollständig in den Alpen liegt. Die höchsten Gipfel des Landes, wie das Matterhorn, ragen hier bis auf 4478 Meter in die Höhe. Das lockt viele Touristen an. Die schroffe Natur hat aber auch ihre gefährlichen Seiten. Seit der Eingliederung in die Eidgenossenschaft im Jahr 1815 ereigneten sich in der Region viele der größten Unglücke und Naturkatastrophen des Landes. Erst 2025 wurde das Dorf Blatten durch einen Bergrutsch fast vollständig zerstört. Im Jahr 2000 wurde das Dorf Gondo nach schweren Regenfällen von einem Erdrutsch erfasst, der 13 Menschen das Leben kostete. 1965 verschüttete ein Gletscherabbruch eine Bauarbeitersiedlung, 88 Menschen starben. Die Liste ließe sich lange fortsetzen. Der ehemalige Bundesrat Pascal Couchepin sagt: „Das kollektive Gedächtnis im Wallis ist geprägt von Unglücken und Naturkatastrophen.“ Hinzu kommt nun die Brandkatastrophe von Crans-Montana. Wie es dazu kommen konnte, muss noch geklärt werden. Sicher ist bisher nur: Die wilde Natur hat hier keine Rolle gespielt.





















