Gender-Pay-Gap in der Kunst: Ein Rekord der Ungleichheit | ABC-Z

50 Millionen Dollar für Frida Kahlo – nie wurde für das Werk einer Künstlerin mehr bezahlt. Doch noch immer ist die Kunst von Männern viel teurer. Woran liegt’s?
© Antony Jones/Getty Images for Sotheby’s
Und schon
wieder meldet das Auktionshaus Sotheby’s in New York einen Rekord: In der
Nacht zu Freitag wurde ein Gemälde der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo (1907–1954) versteigert, für irrwitzige 54,7 Millionen Dollar. Nie wurde bei einer Auktion für das Werk einer Frau mehr Geld ausgegeben. El sueño (La cama) heißt das Gemälde, das wie so oft bei Kahlo die Künstlerin
selbst zeigt, hier in einem Himmelbett, auf dessen Baldachin ein Skelett liegt,
mit Blumenstrauß in der Hand und Dynamit an den Beinen. Nicht zu übersehen: Die
Künstlerin befasst sich mit der eigenen Sterblichkeit. Der jetzt erzielte
Rekordpreis hingegen zeugt eher von Kahlos anhaltendem, unerschöpflichem Ruhm – und scheint auch davon zu erzählen, dass Frauen nun endlich den Kunstmarkt für sich erobern. Stolz verkündete Anna di Stasi, die Leiterin der
Abteilung für lateinamerikanische Kunst bei Sotheby’s, wie weit wir “in der
Anerkennung von weiblichen Künstlern auf dem höchsten Niveau des Marktes”
gekommen seien.





















