Silvesternacht in Berlin: „Schönreden bringt gar nichts“ | ABC-Z

Zum Artikel „Crans-Montana: Augenzeugen berichten – entfachten Wunderkerzen die Flammen?“ vom 1. Januar
Es ist traurig und schrecklich, was in dem Club in der Schweiz passiert ist. Die Gedanken gehen an alle, die dort liebe Menschen verloren haben. Auch wenn heute noch nicht feststeht, wie es genau zu dieser Katastrophe gekommen ist, entsteht bei mir die Frage des Brandschutzes in solchen Räumen. Es soll sich um Feuerfontainen handeln, die sich auf Flaschen befanden, die Deckenverkleidungen in Brand gesetzt haben? Müssen solche Verkleidungen nicht gegen solche Unfälle gesichert sein? Auch scheinen sich ja noch mehr leicht brennbare Stoffe in den Räumen befunden zu haben. Wir sind in der Schweiz, nicht in einem Entwicklungsland. Wird so etwas von Behörden nicht überprüft und abgenommen? Dass die Betreiber ihre Internetauftritte gelöscht haben sollen, ist ja wohl schon ein Schuldbekenntnis?
Siegfried Werth, via E-Mail
Zum Artikel „400 Festnahmen, 25 Schwerverletzte: So lief die Silvesternacht“ vom 1. Januar
Schönreden und Weichspülen nach einer erneut schlimmen Silvesternacht bringt gar nichts. 35 verletzte Polizisten, das sind auch 35 Söhne, Väter, Freunde, Ehemänner und Brüder, die sich völlig unnötig in Lebensgefahr bringen mussten und vielleicht auch für das ganze Leben geschädigt wurden. Hat schon mal jemand gehört, dass sich führende Politiker in der Silvesternacht live vor Ort einen Eindruck bei Einsätzen von Polizei oder Feuerwehr in Neukölln oder in der Notaufnahme des UKB gemacht haben? Mal in einer der völlig überlasteten Einsatzzentralen anrufen oder sich einfach nur berichten lassen gilt hierbei aber nicht.
Dietmar Astfalk, via E-Mail
Zum Artikel „Millionen-Beute in NRW: Einbrecher räumen 3200 Schließfächer in Sparkasse leer“ vom 30. Dezember
Dass so etwas in der heutigen Zeit passieren kann, ist einfach unmöglich. Abgesehen davon, dass es immer raffinierte Kriminelle geben wird, muss doch wohl die heutige ausgefeilte Technik solche Taten verhindern. Wer dafür nicht genug investiert, muss für den Schaden haften.
Norbert Ehmke, via E-Mail
Dazu habe ich mehrere Berichte gelesen oder gesehen. Keiner hat die Ähnlichkeit mit dem Bankeinbruch in Berlin-Steglitz 2013 erwähnt! Auch damals wurde in die Kelleraußenwand ein großes Loch gebohrt und weil es keine Kamera gab im Tresorraum, keine Sensoren in der Außenwand, keine Mikrofone – nichts! –, konnten die Ganoven in Seelenruhe alle Schließfächer aufbrechen und sortieren. Ich hätte angenommen, dass die Banken damals aufgehorcht und ihre Maßnahmen verbessert hätten – aber nein, nun wieder dasselbe. Merke: Gibst du was in ein Bankschließfach, dann hast du es bereits aufgegeben.
Friedrich Zuther, via E-Mail
Zum Artikel „Wir werden unterm Strich wieder mehr arbeiten müssen“ vom 30. Dezember
Das Fazit von Bankenpräsident Christian Sewing greift zu kurz. Schließlich gibt es auch andere Länder in Europa, wie zum Beispiel Dänemark, die beim Ranking der geleisteten Wochenarbeitszeit auf einem recht ähnlichen Niveau wie Deutschland liegen und wo sich die Wirtschaft in den letzten Jahren trotzdem deutlich dynamischer entwickelt hat und mehr gewachsen ist. Deshalb sollte man sich bei den Gründen für die stagnierende Produktivität hierzulande ebenfalls mit einem nicht unerheblichen Modernisierungsstau in vielen Unternehmen befassen, der sich unter anderem in veralteter IT, abgeschotteten Chefetagen und starren Hierarchien widerspiegelt, obwohl es gerade im modernen, digitalen Zeitalter schon lange und nicht erst seit dem Durchbruch der Künstlichen Intelligenz vor allem auf agile und abteilungsübergreifende Arbeitsformen ankommt, wenn man seine bisherigen Produkte und Dienstleistungen nicht nur verwalten, sondern wirklich kundenzentriert ausrichten und weiterentwickeln möchte!
Rasmus Helt. via E-Mail
Wer auf der Sonnenterrasse seiner 30-Millionen-Villa sitzt und Kaviarhäppchen zu sich nimmt, sollte wohl der Letzte sein, der sich bei 1,2 Milliarden Überstunden der deutschen Arbeitnehmer 2024, von denen die Hälfte noch nicht mal bezahlt wurden, öffentlich auf so eine unverschämte Art und Weise äußert. Solche Leute kommen natürlich nie auf die Idee, durch einen eigenen finanziellen Beitrag in siebenstelliger Höhe, der ihnen nicht weh tut, etwas für die Allgemeinheit zu tun. Si tacuisses, philosophus mansisses, Herr Sewing – das wäre die bessere Alternative gewesen. Wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben.
Jörg Lehmann-Köhn, via E-Mail
Zum Artikel „Koalitionsvertrag überarbeiten? Damit würde sich Merz überfordern“ vom 28. Dezember
Den kaum neun Monate „alten“ Koalitionsvertrag überarbeiten zu müssen, weil es soviel Neues gibt, was vor knapp einem Jahr noch nicht vorhanden oder bekannt war, ist Volksverdummung. Alle bekannten Probleme gab es auch vor einem Jahr. Entweder hat die Regierung die Probleme nicht gesehen oder nicht sehen wollen. Jetzt, wo man merkt, dass man überfordert ist, gibt man vor, es hätte sich soviel verändert seit knapp einem Jahr. Die Unfähigkeit der deutschen Regierung hat sich jedenfalls nicht verändert und die schlechte Wirtschaftslage auch nicht.
Detlef Trzeciak, via E-Mail





















