Geht‘s noch? Politik mit Baby: Das hat Respekt verdient! | ABC-Z

In der Tat, wir schreiben das Jahr 2025. Angesichts so mancher Stänkereien im Netz in den vergangenen Tagen musste das vorsichtshalber geklärt werden. Denn durch einige Kommentarspalten wehte der Muff vergangener Jahrzehnte. Ausgelöst hatte das die Grünen-Abgeordnete Hanna Steinmüller, die ihren Redebeitrag im Bundestag mit Säugling in der Trage hielt. Das hatte bisher noch keine Mutter in der Geschichte des Parlaments gewagt – und schon gar kein Vater.
Einerseits gab es dafür Zuspruch. Andererseits ist es erschreckend, wie viel Häme, Kritik und frauenfeindlichen Quark Steinmüllers Auftritt auch hervorrief. Ähnliches hatte vor wenigen Wochen schon die Bundesbauministerin Verena Hubertz erlebt, als die Sozialdemokratin mitteilte, dass sie schwanger sei und deswegen in einigen Monaten für kurze Zeit in Mutterschutz gehen werde.
Politik mit Baby: Das hat Respekt verdient!
Politik im Bundesministerium oder im Bundestag mit Baby – das hat Unterstützung und Respekt verdient. Stattdessen müssen sich Politikerinnen dafür rechtfertigen, dass sie neben ihrem Job wie viele andere Menschen auch eine Familienplanung haben. Geht’s noch?
Jan Dörner ist Chefreporter Politik in der FUNKE Zentralredaktion.
© Reto Klar | Reto Klar
Derzeit ist in Deutschland viel die Rede davon, wie das Land wieder nach vorne kommen könne. Es müsse wieder angepackt werden. Dazu gehört auch, dass Eltern und ganz besonders Mütter dabei unterstützt werden, Familie und Karriere gleichzeitig zu meistern.
Das gilt nicht nur, aber auch für die Politik. Schon lange denken die Parteien, Vereine und Verbände darüber nach, wie sie Engagement familienfreundlicher gestalten können. Das ist der richtige Weg. Gemecker gegen Mütter, die im Job und für ihre Kinder Verantwortung übernehmen, ist einfach nur von vorgestern.














