Riesen-Rauchwolke über Berlin, Gerüst droht einzustürzen | ABC-Z

Berlin – Großeinsatz für die Hauptstadt-Feuerwehr: Seit dem späten Donnerstagnachmittag kämpfen mehr als 115 Einsatzkräfte unter Einsatz ihres Lebens in Charlottenburg unweit des Kurfürstendamms gegen einen gewaltigen Dachstuhlbrand. Nach Angaben eines Sprechers werden sich die Löscharbeiten bis in den späten Abend ziehen. Der Brand hat sich auf andere Gebäude ausgebreitet.
Um 17.13 Uhr ging der erste Notruf bei der Zentrale ein, der Dachstuhl eines sechsgeschossigen Mehrfamilienhauses an der Mommsenstraße Ecke Waitzstraße stand in Flammen. Die dichte und schwarze Qualmwolke war über dem gesamten Stadtgebiet zu sehen. Feuerwehrsprecher Vinzenz Kasch zu B.Z.: „Wir konnten das Gebäude schnell räumen. Nun gilt es zu verhindern, dass das Feuer auf andere Gebäude überspringt.“
Doch dies sollte nicht gelingen – in den Dächern von angrenzenden Häusern hatten sich Brandnester gebildet, die Konstruktionen mussten aufgestemmt werden.
Eine erlösende Nachricht konnte der Sprecher mitteilen – Verletzte gab es nicht. „Wir bekämpfen den Brand von außen über zwei Drehleitern sowie mit Kräften von innen.“ Zunächst waren 70 Feuerwehrleute im Einsatz, es wurde dann bald auf 100 erhöht, um 19.30 Uhr waren es bereits 115. Zudem wurde eine dritte Drehleiter in Stellung gebracht.
Wie sich herausstellte, war das Gebäude zum Zeitpunkt des Feuers eingerüstet. Der Brand könnte deshalb bei Bauarbeiten am Dachstuhl ausgelöst worden sein.

Das Problem: Auch das Gerüstkonstrukt, das den Mehrgeschosser umgibt, fing schnell Feuer, stand komplett in Flammen und war gegen 18.30 Uhr noch einsturzgefährdet. Herunterfallende Teile trafen mehrere Löschschläuche und zerstörten sie – und bedrohten auch die Sicherheit der Einsatzkräfte. Vinzenz Kasch am Abend: „Unsere Leute arbeiten unter Lebensgefahr.“
Über die Warn-App Nina wurden Anwohner über „Geruchsbelästigung durch Brandgase“ informiert. Betroffene im angrenzenden Gebiet des Feuers sollten Fenster und Türen geschlossen halten.
In dem Gebäude Mommsenstraße 42 sollten vier Penthäuser mit einer Größe von 184 bis 232 Quadratmetern entstehen. Verkaufspreis pro Wohnung – mehr als zwei Millionen Euro. Der Verkauf war noch nicht gestartet – und wurde nun auch von den Flammen zunichtegemacht.





















