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Anschlag auf Stromnetz – Razzien in Berlin und weiteren Städten | ABC-Z

Stand: 24.03.2026 • 12:01 Uhr

In Berlin laufen nach rbb-Informationen Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem Anschlag auf das Stromnetz im September 2025 in Berlin-Adlershof. Auch in anderen Städten werden Gebäude durchsucht.

  • In Berlin und Brandenburg laufen Razzien in Zusammenhang mit dem Anschlag auf das Stromnetz im September 2025
  • Es gibt Durchsuchungen in Wedding, Prenzlauer Berg, Neukölln und Kreuzberg sowie im brandenburgischen Kyritz
  • Ermittlungen gegen vier Personen im Alter von 28 bis 35 Jahren dauern an

An mehreren Orten in Berlin laufen derzeit Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem Anschlag auf das Stromnetz in Adlershof im September 2025.

Aktionen gibt es laut Generalstaatsanwaltschaft unter anderem im Wedding, in Prenzlauer Berg, Neukölln und Kreuzberg. Des Weiteren sind Objekte im brandenburgischen Kyritz (Ostprignitz-Ruppin), Hamburg und Nordrhein-Westfalen betroffen. Insgesamt werden demnach 17 Objekte von 500 Einsatzkräften untersucht, 14 davon in Berlin.

Die Ermittlungen richten sich laut Angaben der Polizei gegen vier Personen im Alter zwischen 28 und 35 Jahren.

Laptops und Mobiltelefone beschlagnahmt

Vor einigen Häusern in Berlin, die der linken Szene zugeordnet werden, standen am Morgen vermummte Polizisten. In der Schererstraße in Wedding führte die Polizei laut rbb-Informationen einen Spürhund in das Haus. Zimmer und Büros im Erdgeschoss wurden durchsucht. Auch eine nach eigener Bezeichnung anarchistische Bibliothek in der Kreuzberger Reichenberger Straße war im Visier der Polizei.

Laut Angaben der Polizei wurden dabei umfangreiche Beweismittel sichergestellt, darunter Mobiltelefone, Laptops, Unterlagen und weitere Geräte – diese werden nun gesichtet und ausgewertet.

45.000 Haushalte waren ohne Strom

Der Razzia waren laut Berliner Polizei Ermittlungen des Polizeilichen Staatsschutzes unter anderem wegen des Verdachts der verfassungsfeindlichen Sabotage, Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie der Brandstiftung im Zusammenhang mit einem “Brandanschlag auf zwei Hochleitungsmasten für Starkstrom am 9. September 2025 in Berlin-Johannisthal” vorausgegangen. Die Ermittlungen, insbesondere die Auswertungen der aufgefundenen Beweismittel, dauern demnach an.

Bei dem Brandanschlag in Adlershof im September des vergangenen Jahres waren rund 50.000 Haushalte und 2.000 Gewerbe ohne Strom. Der Blackout dauerte etwa 60 Stunden. Er war bis zu einem Anschlag im Januar diesen Jahres in Lichterfelde der bis dahin längste Stromausfall in Berlin seit dem 2. Weltkrieg. Bei einigen betroffenen Firmen wurden nach Schätzungen Schäden zwischen 30 und 70 Millionen Euro verursacht.

Durchsuchungen wegen Anschlag auf Stromnetz

Spranger: Sicherheitsbehörden handeln entschlossen

Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) teilte am Dienstag mit: “Die heutigen Durchsuchungen zeigen, dass wir jeden Hinweis mit höchster Priorität verfolgen. Wer unsere kritische Infrastruktur angreift, greift die Sicherheit unserer gesamten Stadt an. Das werden wir nicht hinnehmen.” Die Sicherheitsbehörden handelten entschlossen, um die Hintergründe des Angriffs lückenlos aufzuklären.

Sendung: rbb24 Inforadio, 24.03.2026, 9:40 Uhr

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