Sven Schulze attackiert Grünen: “Was Cem Özdemir sagt, wird er niemals durchsetzen können” | ABC-Z

Sven Schulze attackiert Grünen“Was Cem Özdemir sagt, wird er niemals durchsetzen können”
06.03.2026, 11:26 Uhr
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An diesem Wochenende wird es für die Union in Baden-Württemberg ernst. Die Grünen haben mit ihrem Spitzenkandidaten Cem Özdemir zuletzt stark aufgeholt. Doch Sven Schulze, Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt, traut Özdemir und den Grünen das Regieren nicht zu.
Kurz vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg liegen die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Manuel Hagel und die Grünen mit ihrem Spitzenkandidaten Cem Özdemir laut neuesten Umfragen gleichauf. Aber für Sven Schulze, Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt, ist der Fall klar: Er glaubt an einen Sieg der Union. “Erst mal kenne ich Manuel Hagel, und ich weiß, er wäre jetzt der Richtige für Baden-Württemberg”, sagte der CDU-Politiker im Frühstart von ntv.
Die Automobilindustrie in Baden-Württemberg leide, deswegen brauche es einen klaren Kurs. “Das können die Grünen definitiv nicht. Mit denen kann man am Ende diese Industrie nicht retten”, sagte Schulze, der im Herbst in Sachsen-Anhalt als Spitzenkandidat antritt. Er glaube nicht, dass Özdemir gewinnt, denn die Menschen hätten gesehen, “dass man mit den Grünen in dem wichtigsten Thema aller Themen, im Bereich Wirtschaft, nicht arbeiten kann”, teilte Schulze aus.
“Es sind seine Grünen gewesen”
Als Beispiel nannte Schulze die Abstimmung im Europaparlament über das Mercosur-Abkommen. Die europäischen Abgeordneten hatten Ende Januar mehrheitlich dafür gestimmt, das Freihandelsabkommen mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur rechtlichen Überprüfung vorzulegen. Brisant: Die deutschen Grünen stimmten gemeinsam mit Rechts- und Linksaußen-Parteien.
Dass Özdemir dieses Abstimmungsverhalten öffentlich kritisiert hat, spielt für Schulze keine Rolle. “Es sind seine Grünen gewesen”, so Schulze, “das ist ja genau der Punkt, den wir in Baden-Württemberg haben: Das, was Cem Özdemir dort sagt, das wird er niemals durchsetzen können, weil er seine Partei nicht hinter sich hat.”
Schulze fordert bundesweites Verbot von Überkreuzbeschäftigungen
Im Frühstart äußerte Schulze sich auch zur Verwandtenaffäre der AfD. “Die AfD bei uns, das ist eine Mitnahmepartei. Die AfD-Spitze hat ihre ganze Familie mit steuerbezahlten Jobs hier in Berlin bei Bundestagsabgeordneten versorgt”, sagte Schulze. “Diese Überkreuzanstellungen müssen überall verboten werden, nicht nur bei uns, in unserem Bundesland.”
Zudem schlug Schulze vor, einen Sonderermittler einzusetzen, der die Anstellungsverhältnisse überprüft. “Natürlich muss der in die Bücher aller Parteien gucken. Ich hätte da als CDU-Chef in Sachsen-Anhalt überhaupt gar keine Probleme, die Bücher von uns aufzumachen, weil: Wir haben nichts zu verbergen.”
“Reine Abzocke” der Ölkonzerne
Mit Blick auf die steigenden Spritpreise warf Schulze den Mineralölkonzernen “reine Abzocke” vor: “Die Preise, die können gar nicht basieren auf dem, was wir jetzt im Nahen Osten sehen. Das weiß jeder.”
Zunächst müsse das Kartellamt eingeschaltet werden. “Ich denke, man muss jetzt hier ganz klar auch Druck auf die Mineralölkonzerne machen. So geht das nicht. Das darf man nicht ausnutzen, diese Krise dort. Und das passiert gerade in Deutschland”, betonte der CDU-Politiker. Wenn der Spritpreis auch in den nächsten Wochen hoch bleibt oder noch weiter steigt, müsse man über Möglichkeiten für Entlastungen diskutieren. “Das wäre jetzt aber noch zu früh”, so Schulze. “Man kann jetzt nicht nach zwei, drei, vier Tagen sagen: Jetzt muss schon der Staat wieder eingreifen. Jetzt ist erst mal eine andere Ebene gefragt.”





















