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Superbloom 2026 in München: Das ist das Lineup beim Open-Air im Olympiapark – München | ABC-Z

Riesige Open Airs kommen heuer auf München zu: Linkin Park, Foo Fighters, The Weeknd, BTS und Helene Fischer, alle am Ausweich-Konzertort in der FC-Bayern-Arena. Im Olympiapark allerdings kam noch keine rechte Freiluft-Vorfreude auf, weil hier das Olympiastadion wegen des Umbaus für Konzerte geschlossen ist. Bisher hatten nur Die Toten Hosen ihren Doppel-Wumms angekündigt, ausnahmsweise auf dem Hans-Jochen-Vogel-Platz (ehemals Coubertin-Platz) an der Olympiahalle (8. und 9. Juli). Und was ist mit „Superbloom“, dem größten Open-Air-Festival Münchens, auf das 2025 an zwei Tagen je 60 000 Besucher in den Olympiapark strömten? Seit damals hüllten sich die Berliner Veranstalter Goodlive in Schweigen; unklar war, ob das Festival ohne Stadion überhaupt stattfinden würde.

Da möchte man die Zeilen des jungen Rap-Stars Zartmann ausrufen: „Ich bin wie eingefror’n, komm, zünd mich an, komm, hol mich raus, und Oh, komm, tau mich auf“. Ein Riesenerfolg, dieser Song vom Nummer-eins-Album „Schönhauser“ des Berliners. 2024 war „Tau mich auf“ noch gar nicht draußen, da sollte Zartmann beim Superbloom auf der Songwriter-Mini-Bühne „Hideaway“ am Olympiasee spielen – weil es um den Rap-Bengel aber schon richtig abging, durfte der dann doch das Festival auf der großen Olympicstage eröffnen. Und jetzt ist er einer der Hauptacts 2026.

Denn am Mittwoch endlich wurde bekannt, dass das Superbloom 2026 steigen kann, und das im Olympiapark und mit ziemlich spektakulärem Konzept: diesmal dauert das Festival eine ganze Woche, von 29. August bis 4. September. Und am Donnerstag wurden in aller früh die Zugnummern verkündet: Das sind neben Zartmann weitere deutsche Stars wie Ayliva, Berq, Ikkimel und Baran Kok sowie internationale Gäste wie Lorde, Kygo, Sombr, Lewis Capaldi, Tom Odell, Zara Larsson, Tash Sultana und Bastille.

„Mit dem Olympiapark verheiratet“: Superbloom kann auch 2026 rund um den Olympiasee steigen. Fabian Stoffers

Jetzt müsste man erst mal erklären, wer unter welchen Bedingungen und wo zu sehen sein wird, denn das neue Konzept ist komplex. Es war die „größte Herausforderung“, das Gelände neu zu strukturieren, sagt Festivaldirektorin Fruzsina Szép. Sie habe auf jeden Fall das „Superbloom-Gefühl“ beibehalten wollen, um sich selbst und die Fanbase nicht zu enttäuschen. Daher habe man Gedanken, etwa auf das Riemer Messegelände umzusiedeln, schnell verworfen: „Wir sind verheiratet mit dem Olympiapark, dafür habe ich das Festival erfunden“, sagt Szép.

Einer der meistgestreamten Musiker derzeit ist der amerikanische Singer-Songwriter Sombr. Nach seinem Konzert im Februar 2026 in München kommt er schon Sommer zum Superbloom zurück. Hier sein Auftritt bei den Brit Awards 2026.
Einer der meistgestreamten Musiker derzeit ist der amerikanische Singer-Songwriter Sombr. Nach seinem Konzert im Februar 2026 in München kommt er schon Sommer zum Superbloom zurück. Hier sein Auftritt bei den Brit Awards 2026. Gareth Cattermole/Getty Images

Aber mit dem Stadion fehlt einfach „das Herzstück“ mit der Doppelbühne. „Jeder ist in den vergangenen Jahren da zwei-, dreimal pro Tag reingelaufen“, sagt sie. Einigermaßen groß genug als Ersatz ist im Park allein die Schotterebene im Südwesten, offiziell „Festival- und Theaterfläche“ genannt, bekannt als „Tollwood“-Gelände. Dort stand bei der Premiere 2022 schon die zweitgrößte Bühne, die Superstage. Diesmal soll sie bis zu 30 000 Gäste aufnehmen, dazu kommen noch die NeoNeo-Bühne auf der Halbinsel am Olympiasee sowie die kleine Hideaway-Stage. Das muss heuer reichen, so sehr es Szép mit ihren unendlich vielen Ideen schmerzt.

Der Ort für Entdeckungen: die Mini-Bühne „The Hideaway“.
Der Ort für Entdeckungen: die Mini-Bühne „The Hideaway“. Fabian Stoffers

Aber aus der Not habe sich eine „neue frische Dynamik“ entwickelt, mit einem „Facelift“ und eben einer Verlängerung der ganzen Sause. Das Wochenende zum Start bietet das gewohnte Festival-Feeling nur etwas kleiner: Es treten Musiker auf wie der Tropical-House-Star-DJ Kygo, Tom Odell („Another Love“), das schwedische „Poster Girl“ Zara Larsson, die australische Loop-Künstlerin Tash Sultana und die deutschen Rapper Zartmann, Ikkimel und Baran Kok. Weitere Namen sollen folgen, ebenso wie das Superbloom-Image prägende Programm aus den „Experience“-Arealen für Mode, Sport, Wissenschaft, Weltverbesserung, Kunst und Familie.

Walk-Acts und Performances machen das Superbloom bunt.
Walk-Acts und Performances machen das Superbloom bunt. Fabian Stoffer
In „Experience“-Arealen wie hier „Your Planet“ kümmert man sich um die Zukunft der Erde.
In „Experience“-Arealen wie hier „Your Planet“ kümmert man sich um die Zukunft der Erde. Fabian Stoffer

Und danach steigen fünfmal hintereinander Abendkonzerte an zwei verschiedenen Orten: Jeweils auf der dann neu errichteten Bühne am Hans-Jochen-Vogel-Platz für bis zu 19 000 Gäste spielen am Montag die australische Songwriter-Queen Lorde („Royals“), am Dienstag einer der derzeit meistgestreamten Indie-Pop-Sänger überhaupt, Sombr (zusammen mit dem Münchner Ennio) und am Freitag ein noch nicht bekannter Künstler. Und jeweils 30 000 Gäste will man auf die Tollwood-Fläche ziehen, am Mittwoch mit Lewis Capaldi („Someone You Loved“) und der britischen Band Bastille, am Donnerstag mit Recklinghausens Superstar Ayliva, die gerade erst im September zwei Abende lang die Olympiahalle ausverkaufte.

Ein Wochenend- oder Festivalticket wird es diesmal nicht geben. Von Donnerstag, 5. März, 18 Uhr, an gehen ausschließlich Tagestickets in den Vorverkauf (Frühbucherpreise: Samstag ab 89 Euro, Sonntag ab 94 Euro, Abendkonzerte ab 75 bis 99 Euro, Vergünstigungen für Kinder und Jugendliche).

Superbloom 2026, Samstag, 29. August, bis Freitag, 4. September, München, Olympiapark, Tickets und Informationen www.superbloom.de

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