News

Sturm, Schnee und Eis sorgen landesweit für Probleme | ABC-Z

Stand: 02.01.2026 11:25 Uhr

Der Winter ist da und hat weite Teile Deutschlands im Griff. Aus vielen Bundesländern werden heftiger Schneefall, Sturm und Eisglätte gemeldet, die ein Verkehrschaos anrichten.

Pünktlich zu Beginn des neuen Jahres hält der Winter Einzug in Deutschland. In weiten Teilen des Landes ist es stürmisch, verschneit und glatt, auf den Straßen herrschen teils chaotische Zustände. In den kommenden Tagen soll es nach Angaben der Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst noch deutlich kälter werden, so dass Schnee und Eis vermutlich die Wetterlage bestimmen werden.

Schneechaos und Sturmflut im Norden

In Hamburg ist der Winterdienst der Stadtreininung seit den frühen Morgenstunden mit Hunderten Einsatzkräften und Fahrzeugen im Einsatz, um die Hauptverkehrsstraßen und vielbefahrene Radwege zu räumen. Rund um Hamburg kam es bereits zu zahlreichen Unfällen, vor allem auf der Autobahn 7. Die Köhlbrandbrücke, eine wichtige Hafenverbindung, ist für Lkw gesperrt.

Auch in Schleswig-Holstein gibt es diverse Unfälle aufgrund des Wetters – die A1, A23, A7 und auch Bundes- und Landstraßen seien betroffen, sagte eine Polizeisprecherin. Besonders im Süden und Norden des Bundeslandes habe es vermehrt Unfälle gegeben. Außerdem macht der Schnee den Bahnübergängen zu schaffen: In Bad Segeberg und in Kaltenkirchen lassen sich laut Polizei die Schranken nicht öffnen.

Niedersachsen und Bremen sind ebenfalls betroffen. Aufgrund von Glätte hat es nördlich und westlich von Bremen acht Verkehrsunfälle in der Nacht und in den frühen Morgenstunden gegeben.

Hochwasser und Sturmflut haben in der Nacht zunächst keine größeren Schäden im Norden verursacht. Der Wasserstand erreichte an der nordfriesischen Küste und im Elbegebiet Sturmflutniveau, teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mit. In Ostfriesland sowie in Bremen blieb der Wert hingegen unter der Sturmflutmarke.

Im Laufe des heutigen Tages wird mit weiterem Hochwasser im Norden gerechnet, eine erneute Sturmflut sagte das Bundesamt allerdings nicht mehr vorher. Wegen des Sturmes waren am Neujahrstag viele Fährverbindungen in Norddeutschland ausgefallen oder hatten geänderte Fahrtzeiten. Auch heute muss teils mit unregelmäßigem Verkehr auf dem Wasser gerechnet werden.

Viele Unfälle wegen Glätte in Nordrhein-Westfalen

Auch im Westen Deutschlands gibt es Schneeregen und regional teils kräftige Schneefälle. Meteorologen warnen vor Glätte. Vor allem im Osten von Nordrhein-Westfalen warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Schneefall, durch starken Wind kann es auch Schneeverwehungen geben. Teilweise kann die Sicht beim Autofahren eingeschränkt sein.

Von vielen Autobahn-Abschnitten im Rheinland, im Bergischen Land, im Ruhrgebiet und in Westfalen melden Blockaden, Staus und Unfälle. Allein im Münsterland gab es 29 Glätteunfälle mit Blechschäden und sieben Leichtverletzten. Hagelschauer und Blitzeis sorgten dort schon gestern Abend für massive Verkehrsbehinderungen.

Winter hat auch den Osten im Griff

Aus Sachsen wird aktuell zwar kaum Neuschnee gemeldet, doch dafür zieht Sturm über die Region. Im Vogtland waren am Freitagmorgen aufgrund von Schneeverwehungen Straßen gesperrt. Auch in den Landkreisen Zwickau und im Landkreis Mittelsachsen gab es Probleme auf den Straßen.

Die Dresdner Feuerwehr war in der Nacht sturmbedingt im Einsatz, um umgestürzte Bäume zu sichern und abzutransportieren. Einer beschädigte eine Telefonleitung. Gestern Abend hatte Sturmtief Tizian besonders den Winterdienst im Erzgebirge gefordert. Oberhalb von 800 Metern wurde es im Schneesturm eiskalt mit Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt. Die Sturmböen sollen bis zum Abend anhalten.

Öffentlicher Nahverkehr in Hessen beeinträchtigt

Aus Hessen meldete die Polizei am Morgen bereits mehrere wetterbedingte Unfälle. Auf der A66 bei Schlüchtern rutschte ein Lastwagen in den Graben und geriet in Brand. Ersthelfer retteten laut Polizei den Fahrer. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden, hieß es. Die Fahrbahn Richtung Frankfurt war demnach kurzzeitig voll gesperrt. Auch auf anderen Straßen kam es zu Behinderungen. Auf der A44 zwischen Kassel und Dortmund blieben in der Nacht mehrere Fahrzeuge liegen.

Auch der öffentliche Nahverkehr war am frühen Morgen vom Wintereinbruch betroffen. Wegen Schnee und Glätte gab es laut Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) Verspätungen und Bus-Ausfällen im mehreren Regionen. Betroffen waren mehrere Landkreise. Im Gebiet des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) fielen am Morgen auf fast allen Linien Busse aus.

Beeinträchtigungen in Rheinland-Pfalz

Auch in Rheinland Pfalz in Eifel und Hunsrück kam es laut Polizeiangaben zu Behinderungen wegen der Wetterlage. Auf der A48 und der A61 gerieten Lkw ins Rutschen und kamen nicht mehr weiter. Probleme wurden auch aus dem Westerwald gemeldet. In Hachenburg kam es laut Polizei zu Unfällen. Es blieb bei Blechschäden.

Auf der A3 legten Schnee und Eis haben den Verkehr weitgehend lahm. Zahlreiche Lastwagen sind liegen geblieben, meldet die Polizei Unterfranken. Das THW sei zurzeit mit drei Großfahrzeugen im Einsatz, um die im Schnee feststeckenden Lkw wieder in Fahrt zu bekommen.

In Würzburg schneite es innerhalb kurzer zeit so viel, dass zeitweise keine Busse mehr fuhren.

Back to top button