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Streikalarm in München: Muss FC Bayern Spiel in Allianz Arena verschieben? | ABC-Z

Eine Woche ist es her, dass an Haltestellen und Bahnsteigen der Stadt Chaos herrschte. Nun ruft die Gewerkschaft Verdi für den kommenden Mittwoch erneut zu einem ganztägigen Streik im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf. Das bedeutet: U-Bahnen, Trambahnen und einige Buslinien werden wieder stillstehen.

Es handelt sich um den zweiten Warnstreik in Bayern in der laufenden Tarifrunde, nachdem bereits am vergangenen Montag Arbeitsniederlegungen stattgefunden hatten (AZ berichtete). S-Bahnen sowie Buslinien, die von privaten Unternehmen betrieben werden, sollen nicht betroffen sein und voraussichtlich regulär verkehren.

Neue Streiks: wohl ähnliche Situation wie letzte Woche

Für Münchner dürfte sich damit eine Situation ergeben wie am 2. Februar. Der U-Bahn-Verkehr kam fast vollständig zum Erliegen, Zugänge zu den Stationen waren teilweise gesperrt. Auch die Trambahnen fuhren – mit Ausnahme der Linie 20 – nicht. Immerhin gelang es der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), sämtliche Buslinien zumindest in stark reduziertem Umfang aufrechtzuerhalten.

Bei dem Streik am vergangenen Montag fuhren keine U-Bahnen.
© IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Bei dem Streik am vergangenen Montag fuhren keine U-Bahnen.

von IMAGO/Wolfgang Maria Weber

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Der Ablauf werde im Großen und Ganzen so sein wie vergangenen Montag, kündigt auch Haris Softic von Verdi München, im Gespräch mit der AZ, an. Es werde noch einen zusätzlichen Streikposten im Gewerkschaftshaus in der Neumarkter Straße geben.

Mit den Streiks wolle man Bewegung in die Tarifverhandlungen bringen, teilte Verdi mit. Dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) fehle jedoch die notwendige Kompromissbereitschaft. „Ein positives Signal seitens der Arbeitgeber hätte den zweiten Streiktag verhindert“, sagte der stellvertretende Landesbezirksleiter für Bayern, Sinan Öztürk. Der Arbeitgeberverband kritisiert hingegen die „hohen Forderungen“ der Gewerkschaft.

Wie bereits in der vergangenen Woche dürften viele Münchnerinnen und Münchner auf das Auto ausweichen. Der ADAC Südbayern rechnet daher mit einem deutlich höheren Verkehrsaufkommen sowie mit spürbaren Verzögerungen, insbesondere im Berufsverkehr.

Eine Untersuchung am Streiktag am 2. Februar zeigte, dass es im Vergleich zu sonstigen Montagen zu deutlich mehr Staus kam. Besonders betroffen waren laut ADAC die Autobahnen A99, A8 und A9 sowie der Mittlere Ring.

Einschränkungen auch für Fußballfans

Zum Pokalspiel in der Allianz Arena zu kommen dürfte am Mittwoch deutlich schwieriger werden.
Zum Pokalspiel in der Allianz Arena zu kommen dürfte am Mittwoch deutlich schwieriger werden.
© imago sportfotodienst
Zum Pokalspiel in der Allianz Arena zu kommen dürfte am Mittwoch deutlich schwieriger werden.

von imago sportfotodienst

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Neben dem Pendlerverkehr müssen sich auch Fußballfans auf Einschränkungen einstellen. Am Abend empfängt der FC Bayern München im heimischen Stadion RB Leipzig zum DFB-Pokalspiel. Da die Anreise mit Bus und U-Bahn wohl entfällt, rechnet der ADAC sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückfahrt zur Allianz Arena mit erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Die Situation durch das Pokalspiel verschärfe die Situation natürlich, sagt Haris Softic. Die Reaktionen der Schickeria – der Ultra-Gruppierung des FC Bayern – auf den Streik, seien aber durchweg positiv gewesen.

“Es ist durchaus möglich, dass der Arbeitgeber genug Personal für die U6-Linie zusammenbekommt”, sagt Softic. Die Linie ist  zentral für Fans, um die Allianz Arena anzusteuern. Für das Ziel in den Verhandlungen sei es aber wünschenswert, wenn wirklich alles still steht, so der Gewerkschafter. 

Bayern denkt über Verschiebung von Spiel nach

Der FC Bayern sorgt sich bereits wegen des angekündigten Warnstreiks. Der Verein hat am Sonntagabend nach dem 5:1 gegen die TSG Hoffenheim in der Fußball-Bundesliga auch eine Verschiebung nicht ausgeschlossen. 

“Wir haben die Entscheidung noch nicht gefällt. Wir werden das morgen miteinander besprechen. Und wenn wir glauben, dass das Spiel durchführbar ist, wovon wir alle ausgehen, dann werden wir es natürlich durchführen, weil die Ersatzmöglichkeiten auch sehr überschaubar sind”, sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen

Auch die Verkehrsbetriebe in Nürnberg sollen am Mittwoch bestreikt werden, teilte Verdi mit. Am 13. Februar werden die Tarifverhandlungen mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden fortgesetzt.

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