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Stilkritik: Marco Rubios ungewöhnlich große Schuhe – Panorama | ABC-Z

Es ist eine gut begründete Furcht des Menschen, dass seine Schuhe über ihn die Macht ergreifen könnten. In einer frühen Fassung des Grimm-Märchens „Aschenputtel“ etwa sind es glühende Eisenschuhe, die die böse Schwiegermutter so lange tanzen lassen, bis sie tot umfällt. Auch in der Geschichte vom „kleinen Muck“ sind es Schuhe, welche einen Jungen schneller laufen lassen als jeden anderen und ihn so ordentlich aus der Puste bringen.

Man sollte sich daher schon Sorgen machen, wenn es stimmt, dass – wie das Wall Street Journal berichtet – der US-amerikanische Präsident seine Mitarbeiter ständig mit neuen Schuhen versorgt. Sein Vize Vance verkündete kürzlich zudem, der Präsident sei der Meinung, dass man „an der Schuhgröße eines Mannes eine Menge ablesen könne“. Und so bewegte es jetzt freilich die Welt, als US-Außenminister Marco Rubio in „Trump-Schuhen“ auftauchte, wenn auch in einer von seiner Körperstatur deutlich abweichenden Übergröße. Ja, Rubio drohte in den Schuhen gar ähnlich zu versinken wie ein Bewohner Lilliputs in denen des Gulliver. Nun hatte man sich bei ihm zuletzt ja immer wieder Sorgen gemacht: Etwa als das Aschekreuz, welches er während eines Fernsehinterviews auf seiner Stirn trug, mit ihm durchzugehen drohte, oder als der geheime Zettel, den er seinem Präsidenten zustecken wollte, von diesem laut vorgelesen wurde.

Vielleicht könnte es nicht nur ihm helfen, wenn er, wie Dorothy im Filmmusical „The Wizard of Oz“, mit den ihm geschenkten Schuhen einfach dreimal die Hacken zusammenhaut. Denn anschließend ist der fieberhafte Albtraum endlich, endlich vorbei, Dorothy erwacht bei ihrer Tante Emily in Kansas und seufzt glücklich: „Es ist nirgendwo so schön wie daheim.“

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