Bezirke

Stichwahlen im Landkreis Dachau: Zwei Kandidatinnen mit Stichwahl-Chancen – Dachau | ABC-Z

Das Abschneiden der Gruppierung Team Zukunft Altomünster hat die Ortspolitik kräftig durchgewirbelt. Nicht nur den Gemeinderat, auch die Bürgermeisterwahl. Unerwartet kam da die Kandidatin des Teams Zukunft, Tanja Lademann, auf satte 26,2 Prozent und sorgte so für eine Stichwahl. Denn der amtierende Bürgermeister Michael Reiter (Freie Wählergemeinschaft) kam nur auf 41,9 Prozent, der CSU-Kandidat Gerhard Hufnagl (CSU) auf 31,9 Prozent.

Am Sonntag nun treten Michael Reiter und Gerhard Hufnagl noch einmal gegeneinander an. Reiter (53) ist seit 2020 im Amt, als er sich mit einer hauchdünnen absoluten Mehrheit von 50,8 Prozent gegen den damaligen CSU-Bürgermeister Anton Kerle durchgesetzt hat. Sein jetziger Herausforderer, der 51-jährige Web-Programmierer Gerhard Hufnagl, tritt zwar für die CSU an, ist aber kein Parteimitglied, kommunalpolitischer Neuling und im Ort bisher bekannt als Musiker und Konzertveranstalter.

Gerhard Hufnagl ist bei der Bürgermeisterwahl als politischer Neuling auf Anhieb auf 31,9 Prozent gekommen. Max Geuter

Wer auch immer das Rennen macht, wird sich mit einem ungewohnt vielfältigen Gemeinderat arrangieren müssen. Bisher hat die FWG dort elf Sitze, Bürgermeister inklusive, neun entfallen auf die CSU, wozu eine FDP-Gemeinderätin kommt. Bei der Wahl am 8. März haben die beiden großen Fraktionen kräftig Federn gelassen: Künftig kommen FWG und CSU noch auf je sieben Sitze. Die FDP bleibt bei einem, neu sind drei Sitze für Team Zukunft und zwei für die AfD.

In Bergkirchen ist der bisherige Bürgermeiser Robert Axtner (CSU) nicht mehr angetreten. Unter den Dreien, die sich als Nachfolger und Nachfolgerin bewarben, hatte mit 46,8 Prozent Dagmar Wagner von den Freien Wählern die Nase vorn. Die 55-Jährige sitzt für die Freien Wähler im Kreistag und tritt in Bergkirchen für die Wählergemeinschaft Eisolzried-Lauterbach-Kreuzholzhausen an. Als Zweite Bürgermeisterin hat sie fast einen Amtsbonus, vertrat sie doch längere Zeit den erkrankten Axtner.

Knapp dahinter liegt nach dem ersten Wahlgang CSU-Kandidat Erich Oßwald mit 45,7 Prozent, weit vor Stefan Haas von der SPD mit 7,5 Prozent. Jetzt bei der Stichwahl tritt Wagner, die beruflich als Mitarbeiterin des FW-Landtagsabgeordneten Johann Groß tätig ist, gegen den Agrarbetriebswirt Oßwald an. Gewinnt sie, ist sie die zweite Bürgermeisterin im Landkreis Dachau, nach Elisabeth Kraus (FW), die das Amt von 2002 bis 2008 in Petershausen bekleidete.

Auch in Röhrmoos ist Bürgermeister Dieter Kugler (CSU) nicht mehr angetreten, auch hier könnte eine Frau das Amt übernehmen. Denn die CSU-Kandidatin Johanna Baumann ist mit Georg Niederschweiberer (49) von den Freien Wählern in der Stichwahl. Im ersten Wahlgang lag Niederschweiberer mit 43,1 Prozent vorne, die erst 30 Jahre alte Baumann kam auf 33,8 Prozent. SPD-Kandidatin Sabine Decker erhielt 14,6 Prozent der Stimmen und Patrick Zientek von der AfD 8,4.

Bei den Gemeinderatswahlen in Röhrmoos haben die Freien Wähler zugelegt, statt bisher fünf haben sie künftig sieben Sitze. Die CSU-Fraktion dagegen verkleinert sich, von bisher neun Sitzen (Bürgermeister inklusive) auf sieben. Neu ist ein Sitz für die AfD, die Grünen besetzen statt fünf nur noch drei Sitze, die SPD bleibt bei zwei Sitzen.

Back to top button