Stahlindustrie: Stahlkonzern Salzgitter will Duisburger Stahlwerk HKM übernehmen | ABC-Z

Der Stahlkonzern Salzgitter hat angekündigt, die Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) in Duisburg übernehmen zu wollen. “Nach intensiven Verhandlungen und unter Vermittlung des ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch” sei eine Vereinbarung zur Fortführung des Stahlwerks vereinbart worden, teilte der Stahlkonzern mit.
Ein Verkauf der HKM-Anteile im Besitz von Thyssenkrupps Stahlsparte sei zum 1. Juni dieses Jahres geplant. Die Belieferung an Thyssenkrupp Steel Europe durch HKM laufe Ende 2028 aus statt wie bisher geplant Ende 2032. Über die im Eckpunktepapier vereinbarten finanziellen Details zur Entflechtung der bislang geltenden vertraglichen Beziehungen wurde Stillschweigen vereinbart.
Vereinbarung als “positive Perspektive” für HKM
“Diese Vereinbarung ist ein wichtiges Etappenziel und bringt uns auf dem
Weg ein gutes Stück weiter, für HKM eine gute industrielle Zukunft zu
erarbeiten”, sagte Salzgitter-Chef Gunnar Groebler. “Sie schafft Klarheit für alle Beteiligten in diesem Prozess und gibt
den Mitarbeitenden von HKM eine positive Perspektive.” Salzgitter will
künftig CO₂-frei Stahl produzieren und HKM darin einbeziehen.
Noch steht die Vereinbarung den Angaben von Groebler zufolge unter Vorbehalt. Unter anderem werde derzeit noch ein Gutachten zur Fortführung des Standorts in Duisburg erstellt. Auch der dritte Eigentümer, Vallourec, muss dem Verkauf noch zustimmen.
HKM gehört derzeit zu 50 Prozent Thyssenkrupp Steel Europe. Salzgitter hält bereits 30 Prozent der Anteile. Weitere 20 Prozent gehören dem französischen Stahlrohrhersteller Vallourec.





















