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Stabiler Umsatz, aber auch Verluste | ABC-Z

Kühne+Nagel hat seine Geschäftszahlen für das Jahr 2025 vorgestellt und im Vergleich zum Vorjahr bei EBIT, EBITDA und Reingewinn Verluste einstecken müssen.

Der Rohertrag lag allerdings mit 8,8 Milliarden Schweizer Franken bereinigt um Währungseffekte um 5 Prozent höher als 2024, wie die Kühne+Nagel-Gruppe weiter mitteilt.

Die operative Conversion Rate, die das Verhältnis von EBIT zum Rohertrag der Gruppe beschreibt, betrug 2025 16 Prozent.

Der Nettoumsatz lag 2025 bei rund 24,5 Milliarden Schweizer Franken, während er im Vorjahr noch 24,8 Milliarden erreichte. Um Währungseffekte bereinigt stieg der Umsatz laut der Gruppe damit um drei Prozent.

Das EBIT lag bei 1,2 Milliarden Franken, vergangenes Jahr erreichte es 1,7 Milliarden.

Beim EBITDA erreichte der Logistiker 2025 rund 2,2 Milliarden Schweizer Franken, 2024 lag der Wert bei 2,5 Milliarden. Bereinigt um Währungseffekte sank das EBITDA somit um 10 Prozent. Das operative EBITDA – bereinigt um Aufwendungen aus dem Kostensenkungsprogramm – sank im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent (ebenfalls bereinigt um Währungseffekte).

Der Reingewinn lag bei 925 Millionen Franken, im Vorjahr lag er bei 1,2 Milliarden, ein minus von 22 Prozent (bereinigt um Währungseffekte).

Das Kostensenkungsprogramm mit einer Höhe von 200 Millionen Schweizer Franken habe man im vierten Quartal umgesetzt, so der Konzern. Zudem konnte der Free Cash Flow im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden: Von 618 Millionen Franken im Jahr 2024 auf 917 Millionen im Jahr 2025.

„In einem Jahr mit sich verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnten wir durch die konsequente Umsetzung unserer Strategie weiteres Wachstum erzielen“ so Stefan Paul, CEO der Kühne+Nagel International AG

Als Logistikpartner für den Aufbau von Cloud- und Server-Infrastruktur habe man vor allem in der Luftfracht deutliche Marktanteile gewonnen. „Gleichzeitig haben wir uns als weltweite Nummer 1 bei den See- und Luftfrachtvolumen erfolgreich behauptet.“

Um die Effizienz im Unternehmen beim operativen Betrieb zu steigern, will das Unternehmen in den kommenden 18 Monaten unter anderem verstärkt auf den Einsatz von KI setzen, „basierend auf unseren bewährten Strukturen“, wie der CEO weiter ausführt.

Für das Geschäftsjahr 2026 geht der Logistiker von einem operativen EBIT in der Bandbreite von 1,2 bis 1,4 Milliarden Schweizer Franken aus.

Konkret betrug der Nettoumsatz des Geschäftsbereichs Luftfracht 7,3 Milliarden Schweizer Franken (2024: 7,3 Milliarden). Das operative EBIT lag bei 454 Millionen Franken (2024: 484). Die operative Conversion Rate erreichte 26 Prozent.

Zwischen Januar und Dezember 2025 konnte der Logistiker eigenen Angaben zufolge insgesamt 2,2 Millionen Tonnen Luftfracht befördern, ein Anstieg um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zentraler Wachstumstreiber sei der dezidierte Ausbau von Dienstleistungen für Cloud- und Datencenteranbieter in den USA gewesen.

Der Logistiker konnte zudem im Bereich Seefracht 2025 einen Umsatz von 8,8 Milliarden Schweizer Franken erzielen. Er lag damit unter den Werten des Vorjahres mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Franken (minus 1 Prozent bereinigt um Währungseffekte).

Das EBIT lag bei 538 Millionen Franken, 2024 erreichte es noch 851 Millionen. Das operative EBIT kam auf 585 Millionen Franken, bereinigt um Währungseffekte ein minus von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Containervolumen lag 2025 bei 4,3 Millionen Standardcontainern (TEU). Die operative Conversion Rate erreichte 29 Prozent.

Erstmals machten mittelständische Kunden die Hälfte des gesamten Geschäftsvolumens aus, wie der Logistiker berichtet. Dadurch habe man die Margenentwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2025 stabilisieren können.

Der Nettoumsatz des Geschäftsbereichs Landverkehre lag im Geschäftsjahr 2025 bei 3,5 Milliarden Schweizer Franken. Im Vergleich zum Vorjahr mit 3,4 Milliarden konnte esr somit leicht gesteigert werden.

Beim operativen EBIT mit 86 Millionen Schweizer Franken war im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 10 Prozent (bereinigt um Währungseffekte) zu verzeichnen.

Die schwache konjunkturelle Entwicklung in Europa habe sich insbesondere auf das Stückgutgeschäft ausgewirkt, erklärte das Unternehmen. Das Volumen lag unverändert bei 24 Millionen Aufträgen. Die Nachfrage nach KI-gestützten Zolldienstleistungen sei im Berichtszeitraum deutlich angestiegen.

Der Nettoumsatz des Geschäftsbereichs Kontraktlogistik lag im Geschäftsjahr 2025 bei 4,8 Milliarden Franken und damit bereinigt um Währungseffekte 5 Prozent höher als im Vorjahr (4,7 Milliarden Franken).

Beim EBIT verzeichnete der Konzern einen leichten Rückgang von 227 Millionen Schweizer Franken im Jahr 2024 auf 217 Millionen im Jahr 2025. Das operative EBIT kam im vergangenen Geschäftsjahr auf 255 Millionen Schweizer Franken, 2024 lag es bei 229 Millionen. Im derzeitigen volatilen Marktumfeld verzeichne das Geschäft mit integrierter Logistik eine besonders hohe Nachfrage, wie der Logistiker weiter ausführt

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