Spritpreise derzeit: So entwickeln sich Benzin- und Dieselpreise | ABC-Z

AUDIO: Konflikt treibt Energiepreise hoch (5 Min)
Stand: 05.03.2026 13:13 Uhr
Die Kosten für einen Liter Kraftstoff verändern sich wegen des Iran-Kriegs gerade stark. Aktuelle Daten zeigen, wie hoch die Preise für Super, Diesel und Rohöl täglich sind – deutschlandweit und in Ihrer Region.
2,01 Euro kostet aktuell ein Liter Super im bundesweiten Durchschnitt. Dieser Preis ist im Vergleich zu gestern kaum gestiegen. Der Preis für einen Liter Diesel liegt bei 2,05 Euro. Er ist gegenüber gestern etwas gestiegen (Datenstand: 05.03.2026). Vor Beginn des Iran-Kriegs lag der Preis für Super laut Marktansparenzstelle für Kraftstoffe bei 1,83 Euro pro Liter, der Preis für Diesel bei 1,75 Euro.
Die Spritpreise hängen eng mit dem Rohölpreis zusammen. Auch dieser geht seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar 2026 stark nach oben, wie die folgende Grafik zeigt. Er reagiert besonders empfindlich, weil aufgrund des Krieges zurzeit kaum noch Schiffe die Straße von Hormus passieren können. Durch die Meerenge am Persischen Golf werden nahezu 30 Prozent des weltweiten verschifften Öls transportiert, rund ein Fünftel des weltweiten Bedarfs.
Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie fürchtet dennoch keine Versorgungsengpässe, weder bei Benzin und Diesel, noch bei Heizöl oder Flugkraftstoff. “Die Belieferung mit Kraft- und Brenn- und Treibstoffen ist sicher“, so der Verband. Das liege unter anderem daran, dass Deutschland Rohöl aus rund 30 Ländern beziehe. Hauptlieferländer sind Norwegen, die USA, Libyen, Kasachstan und Großbritannien.
Auch der Preis für Heizöl steigt in Folge des Krieges. Im vergangenen Jahr hatte er Daten der Plattform heizoel24 zufolge fast durchgängig unter einem Euro pro Liter gelegen.
Das Bundeskartellamt betont, die Preisentwicklung genau im Blick zu haben. „Sollten sich Hinweise auf kartellrechtswidriges Verhalten der Mineralölkonzerne zeigen, würden wir konsequent dagegen vorgehen“, sagt der Chef der Behörde, Andreas Mundt. „Ich möchte aber auch deutlich machen, dass es kein Instrumentarium gibt, um geopolitisch getriebene Preissteigerungen quasi auf Knopfdruck zu verhindern.“























