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News zum Iran-Krieg: Krisensitzung zu Straße von Hormus ohne USA – Politik | ABC-Z

40 Länder beraten ohne USA über Straße von Hormus – Finnlands Ministerpräsident telefoniert mit Teheran

Bei einer Telefonkonferenz zur von Iran weitestgehend blockierten Straße von Hormus haben 40 Länder unter anderem über weitere Sanktionen gegen Teheran gesprochen. Konkrete Schritte blieben jedoch vorerst aus. Das teilte das britische Außenministerium nach der von Großbritannien einberufenen Krisensitzung mit, an der unter anderem Frankreich, Deutschland, Kanada, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indien teilnahmen. Laut Großbritannien war jeder Kontinent vertreten, die ‌USA jedoch nicht anwesend. Außenministerin Yvette Cooper sprach von einer Entschlossenheit vieler Länder zur Öffnung der für den weltweiten Handel wichtigen Meeresenge. Sie warf Teheran vor, die „Weltwirtschaft als Geisel“ genommen zu haben.

Bei dem Treffen wurde besprochen, wie politisch und wirtschaftlich der Druck auf Iran erhöht werden könnte, etwa durch Sanktionen, sollte die Straße von Hormus geschlossen bleiben. Schon jetzt gibt es zahlreiche Sanktionen gegen Iran, etwa im Energiesektor. Eine weitere Maßnahme könnte der Mitteilung zufolge die Zusammenarbeit mit der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) sein, „um sicherzustellen, dass die ersten gestrandeten Schiffe wieder in Fahrt kommen können“. Die IMO gab zuletzt bekannt, an Evakuierungsplänen für die zahlreichen festsitzenden Schiffe und Seefahrer zu arbeiten.

Bereits vor der Krisensitzung hatte Cooper ein Treffen von Militärplanern angekündigt. In der kommenden Woche sollen diese in Northwood nördlich von London zusammenkommen, wie das britische Verteidigungsministerium auf X schrieb. Dabei sollen „realisierbare Optionen zur Gewährleistung der Zugänglichkeit und Sicherheit der Straße von Hormus für die Schifffahrt“ erörtert werden. 

Indes hat Finnlands Präsident Alexander Stubb mit Irans Präsidenten Massud Peseschkian telefoniert, wie er auf X mitteilte. Darin sei es auch um die Straße von Hormus gegangen. “Ein Waffenstillstand und eine diplomatische Lösung sind dringend erforderlich”, so Stubb. Trotz der Meinungsverschiedenheiten sei es wichtig, den Dialog aufrechtzuerhalten. 

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