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Souverän weiter: Liverpool feiert Tor-Gala gegen Galatasaray | ABC-Z

Stand: 19.03.2026 • 07:07 Uhr

Der FC Liverpool hat die 0:1-Hinspiel-Niederlage gegen Galatasaray Istanbul souverän umgedreht und steht hochverdient im Champions-League-Viertelfinale.

Dass die “Reds” am Mittwochabend (14.03.2026) nach Toren von Dominik Szoboszlai (25.), Hugo Ekitiké (51.), Ryan Gravenberch (53.) und Mohamed Salah (62.) “nur” mit 4:0 gewannen, verdankten die Türken ihrem Torhüter Ugurcan Cakir, der mit einer Vielzahl an herausragenden Paraden ein Debakel verhinderte.

Im Viertelfinale kommt es zum Duell mit PSG. Der Sieger trifft im Halbfinale entweder auf den FC Bayern oder Real Madrid.

Liverpool startet druckvoll in die Begegnung

Nach einer halben Stunde hätte Liverpool die Partie eigentlich schon entschieden haben müssen. 10:1 lautete zu diesem Zeitpunkt das Torschussverhältnis zugunsten der aggressiven und spielfreudigen “Reds”.

Doch nur einmal musste Gala-Keeper Ugurcan Cakir hinter sich greifen: als Szoboszlai nach einer Eckenvariante aus dem Rückraum flach ins linke Eck vollstreckte.

Salah, Mac Allister und Wirtz scheitern

Vier Minuten nach dem Führungstreffer hätte Mo Salah eigentlich nachlegen müssen, der Ägypter wollte völlig frei vor Cakir elegant lupfen, doch der türkische Nationalkeeper reagierte hervorragend. Chancenlos war Cakir dann in der 32. Minute beim Latten-Kopfball von Alexis Mac Allister. Doch Schiedsrichter Szymon Marciniak pfiff die Szene nachträglich ab – ob tatsächlich ein Foul an Cakir vorlag, hätte letztlich wohl der VAR klären müssen.

Liverpool hatte bis zur Pause auch noch weitere Top-Chancen. Florian Wirtz schoss freistehend aus zehn Metern knapp über das Tor, Szoboszlai scheiterte mit einem 22-Meter-Distanzschuss an Cakir, kurz vor dem Wechsel vergab erneut Wirtz aus bester Position zentral vor dem überragenden Torhüter – und nichtmal vom Elfmeterpunkt klappte es für die “Reds”: Mo Salah vergab kläglich nach einem Foul des Ex-Kölners Ismail Jakobs an Szoboszlai.

Liverpools Florian Wirtz vergibt eine gute Möglichkeit

Konaté überhart gegen Galatasary-Stürmer Osimhen

Von Galatasaray kam offensiv so gut wie gar nichts, was aber auch einen faden Beigeschmack hatte. Top-Stürmer Victor Osimhen war bereits in der 10. Minute von Ibrahima Konaté rücksichtslos in die Seite gerammt worden und spielte danach mit bandagiertem Unterarm gehemmt und sichtlich angeschlagen weiter.

Nach dem Foul kam es zu einer Rudelbildung, und die Szene erinnerte in Ansätzen an das skandalöse Champions-League-Finale 2018, in dem Liverpool selbst zum Opfer wurde. Damals hatte Sergio Ramos mit einer brutalen Aktion gegen Mo Salah Real Madrid auf die Siegerstraße gebracht. Für Osimhen war dann der Halbzeitpfiff auch der Abpfiff: Nach dem Wechsel kam Leroy Sané für den Nigerianer, blieb aber komplett blass.

Schnelle Entscheidung und ein Rekord für Salah

Die Wut über die Konaté-Aktion hätte aber nicht zwangsläufig zu einer solchen Arbeitsverweigerung im Offensivspiel führen müssen. Bei 20:3 lag das Torschussverhältnis nach einer knappen Stunde, als Liverpool mit einem Doppelschlag für klare Verhältnisse sorgte: Hugo Ekitiké veredelte eine präzise Hereingabe von Salah, zwei Minuten später legte Ryan Gravenberch mit einem Aufsetzer nach Vorarbeit von Wirtz und Salah das dritte Tor nach.

Dann zauberte Liverpool und feierte einen Rekord. Salah spielte Doppelpass mit Wirtz und schlenzte den Ball formvollendet von der Strafraumgrenze in den linken Winkel. Für Salah, der sich vor dem Afrika-Cup noch mit Coach Arne Slot überworfen hatte und vor einem Vereinswechsel stand, war es der 50. Champions-League-Treffer.

Er ist der erste Afrikaner, der diese Marke erreicht hat. Zweimal traf Salah für den FC Basel, einmal für die AS Rom – und jetzt 47 Mal für den FC Liverpool.

Noa Lang verletzt sich schwer

Während der Ägypter eine Viertelstunde vor Schluss mit großem Applaus der zuletzt sehr kritischen Liverpool-Fans bei seiner Auswechslung gegen Cody Gakpo verabschiedet wurde, endete die Partie für Galatasaray-Profi Noa Lang tragisch: Nach einer offensichtlich schlimmen Handverletzung musste er nach langer Behandlungspause benommen vom Platz getragen werden.

Danach traf Liverpool eigentlich noch zum 5:0, nachdem Mac Allister einen Abstauber nach Kopfball von Virgil van Dijk über die Linie beförderte. Marciniak entschied aber fälschlicherweise auf Foul des Niederländers an Keeper Cakir und wurde auch vom VAR nicht korrigiert.

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