Sorge vor Eskalation im Iran: Bericht: Bundeswehr reduziert Präsenz im Irak auf Minimum | ABC-Z

Sorge vor Eskalation im IranBericht: Bundeswehr reduziert Präsenz im Irak auf Minimum
19.02.2026, 10:26 Uhr
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Die Lage im Iran könnte sich weiter zuspitzen. Die USA fahren in der Region schwere Geschütze auf, Präsident Trump hält seine Angriffsdrohung aufrecht. Nun reagiert offenbar auch die Bundeswehr und zieht weiteres Personal aus dem benachbarten Irak ab.
Wegen der Gefahr einer militärischen Eskalation zwischen den USA und Iran hat die Bundeswehr einem Medienbericht zufolge ihre Präsenz im Nachbarland Irak auf ein absolutes Minimum reduziert. Deutsche Soldaten wurden nach Informationen des “Spiegels” am Mittwoch erneut aus dem Irak ins Nachbarland Jordanien gebracht. In Militärkreisen hieß es, man habe aufgrund der weiterhin sehr angespannten Lage weiteres, “nicht missionskritisches Personal” aus Erbil im Norden des Iraks ausgeflogen.
Die Bundeswehr unterstützt im Irak im Rahmen einer Nato-Mission den Aufbau der lokalen Armee. Bis auf einige Berater in der Hauptstadt Bagdad sind die meisten der Bundeswehr-Angehörigen in Erbil im kurdisch dominierten Norden stationiert. Bereits Anfang Februar hatte die Bundeswehr die Präsenz in Erbil reduziert. “Für uns hat die Sicherheit unserer Soldatinnen und Soldaten immer oberste Priorität.” Daher werde “aus Fürsorgegründen und um potenzielle Risiken zu minimieren, nicht-missionskritisches Personal” verlegt. Die Lage werde weiter intensiv beobachtet, hieß es vor zwei Wochen.
Durch die gemeinsame Nutzung von Stützpunkten mit US-Streitkräften bestehe eine “mittelbare Gefährdung” für die Bundeswehr, zitierte der “Spiegel” Anfang Februar aus einem Lagebericht. In der Vergangenheit hatte die iranische Führung in angespannten Situationen mehrfach versucht, US-Streitkräfte im Nordirak mit Raketen anzugreifen.
Wegen der zunehmenden Gefahr eines US-Schlags gegen Iran wurde nun entschieden, noch mehr Soldaten abzuziehen. In Militärkreisen hieß es laut dem Bericht, dass am Mittwoch eine kleine zweistellige Zahl von Soldaten ausgeflogen worden sei.
Zuletzt hatte die Bundeswehr für die Mission im Irak und Jordanien etwa 300 Soldaten und Soldatinnen im Einsatz. Der größte Teil davon ist allerdings in Jordanien stationiert, wo die Luftwaffe in al-Asrak seit Jahren ein kleines Feldlager betreibt und die internationale Anti-Terror-Koalition unter anderem mit Tankflugzeugen unterstützt.





















