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So schlecht steht es um ZDF Studios • Medieninsider | ABC-Z

Die Pleite einer niederländischen Tochterfirma hat größere Auswirkungen auf das ZDF als bislang bekannt. Auch weitere Beteiligungen von ZDF Studios kriseln. Hat die Aufsicht versagt? Eine Frage, die kurz vor seiner Wiederwahl auch auf Intendant Norbert Himmler zurückfallen dürfte. 

OTF – diese drei Buchstaben stehen bei ZDF Studios für ein finanzielles Debakel: Mit der niederländischen Tochterfirma Off the Fence wurden Millionen in den Sand gesetzt. Medieninsider enthüllte im Januar, wie aus dem einstigen preisgekrönten Prestigeprojekt innerhalb weniger Jahre ein Konkursfall wurde. Die Auswirkungen bekam nicht nur ZDF Studios als kommerzieller Arm der öffentlich-rechtlichen Anstalt zu spüren, sondern auch das ZDF. Eine fest eingeplante Gewinnausschüttung für 2024 in Höhe von 8,5 Millionen Euro fiel aus. Denn ZDF Studios hatte 15 Millionen Euro Verlust gemacht.

Unangenehm, aber verkraftbar und vor allem: kein langfristiges Problem. So lautete der Tenor vom Mainzer Lerchenberg. Schon 2025 erwarte man bei ZDF Studios wieder „ein positives Ergebnis“, teilte das Unternehmen gegenüber Medieninsider mit. 

Doch nach Informationen von Medieninsider hat ZDF Studios mit den Auswirkungen des Geschäftsjahres 2024 deutlich stärker zu kämpfen als bislang erklärt. Nicht nur Off the Fence belastet ZDF Studios, sondern auch weitere Unternehmen kriseln. Das geht aus Senderunterlagen hervor, die Medieninsider vorliegen. Das hat auch Konsequenzen für das ZDF, dessen Intendant Norbert Himmler am Freitag dieser Woche im Amt bestätigt werden will. Himmler ist auch Aufsichtsratschef von ZDF Studios – und zeichnet das Bild für die wirtschaftliche Lage intern nun deutlich düsterer.

Beteiligungsbericht legt Schieflage zahlreicher ZDF-Töchter offen

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