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Ski-Abfahrt: Erste Goldmedaille der Olympischen Winterspiele geht an die Schweiz | ABC-Z

Der Schweizer Skirennfahrer Franjo von Allmen hat die erste Goldmedaille der Olympischen Winterspiele in Italien gewonnen. Der 24 Jahre alte Weltmeister setzte sich bei der Abfahrt auf der schweren Stelvio-Piste in Bormio mit 0,2 Sekunden Vorsprung auf den Italiener Giovanni Franzoni durch. Bronze holte Dominik Paris, der im Alter von 36 Jahren seine erste Olympiamedaille gewann. Als einziger deutscher Sportler kam Simon Jocher mit der ungünstigen Startnummer 28 bei schlechter werdenden Lichtverhältnissen mit 2,40 Sekunden Rückstand auf den Sieger nicht unter die besten 20.

Von Allmen hatte im vergangenen Jahr den WM-Titel in Saalbach gewonnen. Für ihn war es der erste Olympiastart. Er ist der zweite Schweizer Abfahrtssieger in Serie. Vor vier Jahren in Peking hatte Beat Feuz Gold gewonnen.

Neben Feuz und nun von Allmen hatten die Schweizer Didier Défago im Jahr 2010, Pirmin Zurbriggen im Jahr 1988 und Bernhard Russi im Jahr 1972 die Olympia-Abfahrt gewonnen. 

Deutsches Team kritisiert Teilnehmerquote

Das deutsche Team hatte die Teilnahmequoten der Ski-Abfahrt kritisiert. Insgesamt
stehen den deutschen Alpinen nur fünf Männer-Startplätze bei den Winterspielen
zu. Das liegt zu einem daran, dass die Platzierungen der deutschen Sportler in diesem Winter zu schlecht waren, aber auch an den vielen Startplätzen für kleine Nationen – was dem Leistungsprinzip widerspreche, wie kritisiert wurde. Luis Vogt, der in Kitzbühel Achter geworden war, konnte nicht bei den Olympischen Spielen antreten. Bei der Abfahrt von Bormio waren nur 36
Rennfahrer zugelassen.

Am Sonntag findet in Cortina d’Ampezzo auch die Ski-Abfahrt der Frauen statt. Neben dem mit Spannung
erwarteten Auftritt der am Knie verletzten Lindsey Vonn aus den USA stehen Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann als Medaillenkandidatinnen im Fokus der Aufmerksamkeit.

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