Sicherheit und Wirtschaftlichkeit als Trainingskonzept | ABC-Z

Selten war der Zeitpunkt so brisant wie jetzt: Die Dieselpreise ziehen seit dem Kriegsausbruch im Nahen Osten massiv an, vielerorts liegen sie deutlich über der 2‑Euro‑Marke. Für Unternehmen, die täglich Dutzende Fahrzeuge auf der Straße haben, bedeutet das: Jeder Liter zählt – und jede Verhaltensänderung hinterm Steuer erst recht. Im Podcast wird klar: Die Branche steht unter Druck. Die Unfallzahlen sind hoch, die BALM‑Kontrollen streng, die Versicherer reagieren empfindlich – und gleichzeitig explodieren die Betriebskosten. Ein Satz aus dem Podcast bringt es auf den Punkt: „Alles hängt daran, wie ein Lkw bewegt wird.“ Eco‑Trainings setzen genau dort an: beim Zusammenspiel aus Technik, Voraussicht und Stressreduktion. Wer sauber fährt, fährt sicherer – und spart automatisch.
Ein effektives Eco- und Sicherheitstraining sollte nich auf einem Verkehrsübungspatz stattfinden. Statt künstlicher Szenarien geht es idealerweise direkt in den Realverkehr – auf die echten Strecken, mit den echten Fahrzeugen, auf denen die Fahrer täglich unterwegs sind. Die Vorteile diese Ausbildungskonzeptes sind messbare Ergebnisse, realistische Situationen und die Chance auf eine nachhaltige Verhaltensänderung. Schon kleine Anpassungen – mehr Schubphasen, weniger Lastwechsel, konsequenter Einsatz von Retarder und Motorbremse – bringen spürbare Effekte.
Einmaliges Training? Bringt wenig. Das wird im Podcast sehr deutlich. „Fahrverhalten ist Gewohnheit – und Gewohnheiten ändern sich nur, wenn man dranbleibt.“ Telematik, regelmäßige Auswertungen und persönliche Nachbetreuung sorgen dafür, dass Fortschritte nicht verpuffen. Entscheidend ist nicht der Verbrauch selbst, sondern die Fahrverhaltensbewertung – sie zeigt, wo Potenziale liegen und wo nachgeschult werden muss.
Im Gespräch mit Hubertus Lodes wird schnell deutlich, wie stark kleine Verhaltensänderungen den gesamten Fuhrpark beeinflussen können. Der größte Aha‑Moment entsteht für viele Fahrer beim bewussten Einsatz der verschleißfreien Bremsanlage. Sobald Motorbremse und Retarder konsequent genutzt werden, verändert sich das gesamte Fahrgefühl: Das Fahrzeug läuft ruhiger, der Verschleiß sinkt spürbar, und trotzdem geht keine Minute verloren.Auch bei den Einsparpotenzialen wird es konkret. Lodes garantiert mindestens fünf Prozent Kraftstoffersparnis, im Durchschnitt liegen seine betreuten Flotten sogar bei knapp siebeneinhalb Prozent. Diese Werte entstehen nicht durch Tricks, sondern durch ein verändertes Bewusstsein: mehr Voraussicht, mehr Schubphasen, weniger unnötige Bremsvorgänge. Typische Fehler wie zu hohe Geschwindigkeit, dichtes Auffahren oder mangelndes Gefühl für das Fahrzeuggewicht verschwinden, sobald Fahrer verstehen, wie sehr ihr eigenes Verhalten Verbrauch, Verschleiß und Sicherheit beeinflusst. Eco‑Fahren bedeutet am Ende nichts anderes als strukturiertes, ruhiges und technisch sauberes Fahren – und genau das hebt das Sicherheitsniveau spürbar an.
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Ein weiterer Schwerpunkt des Interviews ist die Frage, wie sich die Effekte langfristig sichern lassen. Lodes macht klar: Ohne Telematik geht es heute kaum noch. Systeme, die Fahrverhalten objektiv bewerten, schaffen Vergleichbarkeit und ermöglichen gezielte Nachschulungen. Entscheidend ist dabei nicht der reine Verbrauch, sondern die Qualität der Fahrweise. Wer sauber fährt, verbraucht automatisch weniger – und das lässt sich anhand der Bewertungen präzise nachvollziehen.
Spannend ist auch der Blick auf die Motivation. Viele Unternehmen fürchten, Prämiensysteme könnten Skepsis auslösen, doch das Gegenteil ist der Fall. Wenn Leistung transparent und fair gemessen wird, steigt die Bereitschaft zur Veränderung deutlich. Fahrer erleben, dass ihre Kompetenz sichtbar wird, und entwickeln ein neues Selbstverständnis für ihren Beruf. Für Fuhrparkleiter hat Lodes deshalb einen klaren Rat: Telematik aktiv leben und die Flottengeschwindigkeit konsequent begrenzen. Beides wirkt sofort – und beides verändert die Kultur im Unternehmen nachhaltig.





















