Sänger Sasha im Stil-Fragebogen | FAZ | ABC-Z

Er heißt wirklich Sasha, eigentlich Sascha Schmitz. Geboren 1972 in Soest, begann er schon in der Schule zu singen. Seine erste Band hieß Bad to the Bone. 1998 gelang ihm als Sasha der große Durchbruch mit dem Lied „If You Believe“. Zwei Jahre später bekam er seinen ersten Echo als Bester Newcomer. Es folgten drei weitere der Musikpreise, dazu ein Bambi, eine Goldene Kamera und der Deutsche Fernsehpreis. 2002 erfand er die Kunstfigur Dick Brave, einen Rockabilly, der angeblich aus Kanada stammt. Die beiden Künstler traten unabhängig voneinander über mehrere Jahre lang erfolgreich auf, bis Dick Brave sich 2013 nach zwei Alben mit seiner Band The Backbeats plötzlich von der Bühne verabschiedete. Nach 13 Jahren ist er nun wieder da, mit dem neuen Album „Back For Good“. Auch eine Tour ist schon geplant, Mitte April geht es los. Sasha, der seit 2018 Vater eines Sohns ist, nimmt hingegen schon seit einigen Monaten eine Auszeit.
Was essen Sie zum Frühstück?
Ich frühstücke eher selten und warte meistens bis zum Mittagessen. Nicht aus irgendwelchen Diät-Hintergründen, sondern weil ich oft morgens keinen Hunger habe. Kaffee muss aber sein. Und gerne ein gesunder selbstgepresster Saft.
Wo kaufen Sie Ihre Kleidung ein?
Ich kaufe zwar auch online, gehe aber viel lieber in Geschäfte. Wenn ich einen bestimmten Auftrag habe, gerne ins Kaufhaus, weil die Chancen größer sind, auch das zu finden, was ich brauche. Ansonsten finde ich das Schlendern durch kleine Läden und Boutiquenam schönsten.
Was ist das älteste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?
Oh, schwierig. Ich sortiere relativ regelmäßig aus. Da hängt noch eine Lederjacke, die ich vor etwa 15 Jahren in Los Angeles gekauft habe und die immer noch funktioniert. Zeitlos, unverwüstlich – das liebe ich.
Wann haben Sie zuletzt handschriftlich einen Brief verfasst?
Ich muss leider zugeben, dass ich mich daran nicht mehr erinnern kann. Ich kriege ja schon einen Krampf in der Hand, wenn ich eine Grußkarte schreibe. Meine Schrift war eh nie besonders leserlich, aber mittlerweile ist das katastrophal geworden. Ein Trauerspiel eigentlich.
Welches Buch hat Sie im Leben am meisten beeindruckt?
Da gibt es einige. In der Schule habe ich Goethes „Faust“ verschlungen. Als Jugendlicher war Douglas Adams’ „Per Anhalter durch die Galaxis“ ganz weit vorne. Auf den vielen Reisen, die ich dann am Anfang meiner Karriere machen durfte, war John Irving mein ständiger Begleiter. Das letzte Buch, das mich nachhaltig beeindruckt hat, war „Blackout – Morgen ist es zu spät“ von Marc Elsberg. Lesen ist bei mir aber ein bisschen ins Hintertreffen geraten. Habe ich mir fest vorgenommen für dieses Jahr. Empfehlungen?
Wie informieren Sie sich über das Weltgeschehen?
Vor allem über News-Abos. Da bekomme ich morgens die Themen des Tages und kann mir dann überlegen, ob und wann ich mir das geben möchte.
Was ist Ihr bestes Smalltalk-Thema?
Da habe ich kein festes, keinen geübten Einstieg. Das ist abhängig vom Tagesgeschehen.
Bei welchem Film haben Sie zuletzt geweint?
Auch wenn ich ihn schon etliche Male gesehen habe – bei „Love Actually“ von Richard Curtis verdrücke ich in der richtigen Stimmung meistens ein Tränchen.
Worüber können Sie lachen?
Über Ricky Gervais und Helge Schneider zum Beispiel.Und über ungewollte, spontane Situationskomik.
Es gibt so schöne Namen. Bei der Suche nach dem Namen für unseren Sohn sind wir auf sehr viele coole gestoßen. Otto ist es dann geworden. Und schon ist die Frage beantwortet.
Machen Sie eine Mittagspause?
Wäre ziemlich vermessen, den Tag mit einer Pause anzufangen.
In welchem Land würden Sie gerne leben?
Außer Deutschland? Ich könnte mir vieles vorstellen.Südeuropa, also Portugal, Spanien, Italien zum Beispiel, aber auch Thailand.
Was fehlt nie in Ihrem Kühlschrank?
Fühlen Sie sich mit oder ohne Auto freier?
Ich habe ja immer noch keinen Führerschein, deshalb kann ich nur so halb mitreden. Aber mit Auto ist schon mehr Freiheit.
Was ist Ihr größtes Talent?
Hm, das ist nicht so leicht zu beantworten. Natürlich das Singen. Aber unabhängig davon: Kalauern ist auf jeden Fall eine Stärke von mir.
Was tun Sie, obwohl es unvernünftig ist?
Leider rauche ich noch, zwar bei Weitem nicht mehr so wie früher, und auch „nur“ noch Verdampfer. Aber so ganz kann ich es noch nicht lassen. Ist aber ein großes Ziel von mir.
Welcher historischen Person würden Sie gerne begegnen?
Tragen Sie Schmuck? Und eine Uhr?
Nicht mehr. Und eine Uhr trage ich meistens nur zum Ausgehen.
Haben Sie einen Lieblingsduft?
Ja, von Salle Privée. Den hat mir mein Schwiegervater einmal zu Weihnachten geschenkt.
Was war Ihr schönstes Ferienerlebnis?
Ich finde wirklich jeden Urlaub toll und kann fast von überall schöne und bleibende Erinnerungen mitnehmen.
Auf welchem Konzert waren Sie zuletzt?
Ich war mit meiner Familie bei Apache 207 und extrem beeindruckt. Ich hatte mich, außer ein paar Liedern im Auto, nicht großartig mit ihm beschäftigt, aber nach dem Konzert direkt die Doku „Apache bleibt gleich“ angeschaut. Krasser Typ, krasse Story. Hat mich ein bisschen an meine eigene Vergangenheit erinnert.
Was fehlt Ihnen zum Glück?
Ein bisschen mehr Zeit mit meiner Familie. Aber wir arbeiten daran.
Was trinken Sie zum Abendessen?
Das kommt darauf an wo. Zu Hause trinke ich meistens einfach Wasser, im Restaurant gerne auch ein Glas Wein dazu.





















