Politik

Russland wieder zur Biennale | FAZ | ABC-Z

Seit 2022 ist Russland nicht auf der Kunstbiennale in Venedig vertreten, das soll sich in diesem Jahr ändern. Biennale-Präsident Pietrangelo Buttafuoco möchte, wie er sagt, die nächste Ausgabe, die vom 9. Mai bis 22. November 2026 stattfinden wird, als eine Art kultureller „Waffenruhe“ sehen. Wo Kunst sei, gebe es Dialog, sagte Buttafuoco laut einem Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Gegenüber der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ sprach Buttafuoco von einer „Diplomatie der Schönheit“, die der besonderen Geschichte Venedigs entspreche, denn an diesem Ort träfen sich seit jeher verschiedene Völker. Die Biennale habe daher auch eine Art außenpolitische Rolle. Mit Blick auf die Rückkehr Russlands erklärte Buttafuoco, das Land besitze seit 1914 einen eigenen Pavillon in den Giardini der Biennale und sei seit 2022 nicht vertreten gewesen. Nicht nur Russland soll an der Ausstellung teilnehmen, vielmehr wolle man Persönlichkeiten aus verschiedenen Kriegsregionen einladen, um unterschiedliche Perspektiven zu hören, so Buttafuoco.

Bei der vergangenen Ausgabe der Kunst-Biennale 2024 waren 88 Staaten beteiligt. In diesem Jahr sollen Veranstalter aus 99 Ländern zusammenkommen, darunter auch Teilnehmer aus Iran, Israel, Russland und der Ukraine. Auch ein palästinensisches Begleitprojekt ist angedacht.

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