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Rotkohl-Pancakes mit würzigem Tofu-Miso-Dip · Eat this! | ABC-Z

Kohl kann nicht nur Beilage! Unsere Rotkohl-Pancakes kommen außen leicht knusprig und innen saftig aus der Pfanne, sind vollgepackt mit Wintergemüse und schmecken, serviert mit einem würzigen Tofu-Miso-Dip, nach Hütten-Brotzeit – nur frischer, bunter und gesünder.

Rösti sind geil, keine Frage. Wenn’s um Gemüse-Pfannkuchen geht, kann Kohl meiner Meinung nach aber mehr als unser aller Liebling, die bescheidene Kartoffel. Okonomiyaki, die japanischen Kraut-Pfannkuchen, oder unsere Curry-Spitzkohl-Pancakes, die eigentlich mal als klassischer Küchenunfall passiert sind, sind dafür der beste Beweis.

Und so musste noch mal eine etwas winterliche, dafür aber farbenfrohere Variante her. Mit saisonalem Rotkohl, Karotten, Frühlingszwiebeln und einer Prise Kümmel. Und weil wir im Januar ja irgendwie alle noch etwas genauer auf unsere Ernährung schielen, bereiten wir den Teig mit Vollkornmehl zu.

Rotkohl-Pancake in der Pfanne

Dazu gibt’s einen Dip aus Räuchertofu, der mit Knoblauch, Miso und Apfelessig gewürzt wird und nebenbei für die Protein-Portion sorgt. Ich finde den Begriff ja eigentlich ziemlich oll, fast schon konservativ, aber passender kann ich es trotzdem nicht beschreiben: Das Ganze schmeckt zusammen einfach herrlich „zünftig“. So ein bisschen nach Hütten-Brotzeit, aber frischer. Und definitiv gesünder, denn Kohl – egal, welche Farbe er hat – ist halt einfach eine Wintergemüse-Vitaminbombe … und mehr Rotkohl in einer Mahlzeit geht eigentlich fast gar nicht.

Rotkohl-Pancake auf dem HolzbrettRotkohl-Pancake auf dem Holzbrett

So werden die Rotkohl-Pfannkuchen gemacht

Kohl und Karotten bekommst du am einfachsten mit der Mandoline klein. Wir haben sie hier schon oft empfohlen, ich wiederhole mich aber gern: Die japanischen Benriner-Mandolinen kosten zwar ein bisschen was, die Ausgabe lohnt sich aber. Sie sind hochwertig verarbeitet und das Messer lässt sich mit wenigen Handgriffen ausbauen und bei Bedarf nachschärfen.

Die Frühlingszwiebel wird kurz mit dem Messer zerkleinert, dann kommt das Gemüse zusammen mit Kümmel, Weizen- oder Dinkelvollkornmehl, etwas Speisestärke, Sojasauce und Wasser in eine Schüssel und wird nur so lange verrührt, bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist. Auf keinen Fall kneten oder länger rühren, als nötig, sonst werden die Pfannkuchen beim Braten teigig.

Ein kleiner Schuss Apfelessig sorgt für eine schöne Farbe. Die im Rotkohl enthaltenen Pflanzenfarbstoffe, die sogenannten Anthocyane, reagieren auf den pH-Wert ihrer Umgebung: Im sauren Milieu färben sie sich rötlich, in alkalischem blau. So kann man übrigens auch Rückschlüsse auf den Boden ziehen, auf dem das Gemüse gewachsen ist: Ein eher saurer Boden begünstigt rot-violette „Kohlköppe“, basischer eher blau-graue.

Links: Rotkohl in Natronwasser, Rechts: Rotkohl in Essig-Lösung

Die Pfannkuchen werden bei mittlerer bis hoher Hitze mit etwas Geduld auf beiden Seiten goldbraun gebraten. Zum Wenden legst du einfach einen großen Teller oder ein Tablett auf die Pfanne, drehst sie mit etwas Schwung um (den Teller dabei festhalten, versteht sich!) und lässt den Pancake wieder in die Pfanne gleiten – im Regelfall brauchst du kein zusätzliches Öl dazuzugeben.

Während die Pfannkuchen braten, wird kurz der Dip gemixt. Dafür eignet sich der Nutribullet super. Ein Räuchertofu mit ordentlich Raucharoma passt am besten. Wir haben dunkle, malzige Misopaste verwendet. Wer es etwas weniger kräftig mag, nimmt einfach helle.

Ein paar Löffel von den pinken Zwiebel-Pickles sind optional, passen aber wirklich super dazu!


  • Rotkohl und Karotten fein raspeln. Den weißen Teil der Frühlingszwiebel in dünne Ringe schneiden, den grünen in etwa 4-5 cm lange Stücke.

  • Gemüse in einer Schüssel mit Kümmel, Mehl, Stärke, Sojasauce, Apfelessig und 160 ml kaltem Wasser kurz zu einem gleichmäßigen Teig verrühren.

  • 1 EL Öl in eine heiße, große Pfanne geben. Je Pfannkuchen die Hälfte des Teigs hineingeben, gut verteilen, flach drücken und 8-10 Minuten mit Deckel bei mittlerer bis hoher Hitze braten, bis sich eine Kruste gebildet hat und sich der Pfannkuchen vom Pfannenboden löst.

  • Danach wenden, bei Bedarf etwas mehr Öl in die Pfanne geben und auf der anderen Seite 6-8 Minuten fertig braten. Mit dem restlichen Teig wiederholen, fertige Pfannkuchen bei Bedarf im Ofen warm halten.

  • Für den Dip alle Zutaten mit 100 ml Wasser fein pürieren.

  • Rotkohl-Pancakes mit dem Tofu-Miso-Dip und optional mit pinken Zwiebel-Pickles servieren.

Statt Weizenmehl funktioniert auch Dinkelvollkornmehl.
Reste lassen sie sich einfach in der Pfanne ohne Öl aufwärmen und werden dabei außen noch mal extra-knusprig. Der Dip schmeckt außerdem auch klasse als Brotaufstrich.

Rotkohl-Pancakes mit würzigem Tofu-Miso-DipRotkohl-Pancakes mit würzigem Tofu-Miso-Dip

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Zu Steady

Die nerdige Hälfte von Eat this! Liebt es, auch aufwändiger zu kochen und ist deshalb vermutlich für die langen Rezepte auf dem Blog verantwortlich. Kann nie genügend Kochmesser haben und liebt Chilis in allen Formen und Farben. In der Freizeit sitzt er gerne auf dem Fahrrad und hört dabei Metal.

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