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Rosen im Frühjahr richtig schneiden | ABC-Z

AUDIO: Wie schneidet man Rosen im Frühjahr zurück? Die besten Tipps (29 Min)

Stand: 27.03.2026 10:39 Uhr

Damit Rosen kräftig wachsen und reichlich blühen, benötigen manche Sorten im Frühjahr einen Rückschnitt. Wann wird welche Rose wie stark geschnitten? Worauf kommt es beim Schneiden an?

Rosen lassen sich in verschiedene Gruppen wie Beet- und Edelrosen, Buschrosen, Zwergrosen oder Kletterrosen einteilen. Je nach Gruppe variieren Zeitpunkt und Stärke des Schnitts. Generell brauchen alle öfter blühenden Rosen im Frühjahr einen kräftigen Schnitt, damit sie nach der Erstblüte noch Kraft für die Nachblüte besitzen.

Einmal blühende Rosen erhalten keinen Frühjahrsschnitt, da sie an den Trieben des Vorjahres blühen. Sie werden nach der Blüte im Sommer geschnitten. Hat eine Rose nur noch wenige kräftige Triebe oder wird langsam kahl, hilft ein radikaler Rückschnitt, damit sie wieder buschig wächst.

Welche Rose benötigt welchen Schnitt?

  • Öfter blühende Beet- und Edelrosen werden auf circa 15 bis 20 Zentimeter zurückgeschnitten, sodass drei bis fünf Augen (Austrieb) übrig bleiben. Tipp: zum Verjüngen der Rose einen mehrjährigen Trieb bis auf den Boden zurückschneiden.
  • Bei öfter blühenden Buschrosen beziehungsweise Strauchrosen Triebe des Vorjahres um circa ein Drittel einkürzen. Ältere Triebe auf drei bis fünf Augen zurückschneiden. Schwache Triebe und solche, die älter als vier Jahre sind, komplett abschneiden.
  • Alle Triebe öfter blühender Kletterrosen leicht einkürzen und alle Triebe ganz entfernen, die älter als vier Jahre sind. So wird die Pflanze verjüngt.
  • Zwergrosen am besten nur etwas auslichten.

Generell werden kranke, schwache und tote Triebe entfernt. Außerdem alle an der Rose verbliebenen Blätter sowie Laub im Beet penibel entfernen und im Hausmüll entsorgen. Auf den Blättern können sonst Erreger typischer Rosenkrankheiten überwintern und die Pflanze infizieren.

Wann sollte man Rosen schneiden?

Ein fester Zeitpunkt für den Rückschnitt von Rosen lässt sich nicht genau festlegen. Das liegt zum einen an den jährlich unterschiedlichen Witterungsverhältnissen und hängt zum anderen von der jeweiligen Region ab. In der Regel ist der Rückschnitt ab etwa Mitte März sinnvoll, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Ein einfacher Anhaltspunkt ist die Blüte der Forsythie. Zeigen die Rosen zu diesem Zeitpunkt bereits neue Triebe und erste Blätter, schadet ihnen der Rückschnitt nicht.

Wie schneidet man Rosen zurück?

Immer eine scharfe und saubere Schere verwenden, damit es glatte Schnittstellen gibt und die Pflanze so wenig wie möglich verletzt wird. Geschnitten wird schräg etwa fünf Millimeter oberhalb einer nach außen zeigenden Knospe. Der schräge Schnitt ist wichtig, damit sich kein Wasser sammeln kann und kein Nährboden für Krankheitserreger entsteht.

Frostschäden und Wildtriebe entfernen

Darüber hinaus sollten die Rosen auf Frostschäden untersucht werden. Einjährige Triebe, die Frostschäden erlitten haben, besitzen ein intensiv braun gefärbtes Mark. Sie müssen bis auf das weiße Mark zurückgeschnitten werden. Totholz, also komplett eingetrocknete Triebe, bis ins gesunde Holz einkürzen.

Wildtriebe grundsätzlich entfernen, sie treiben unterhalb der Veredelungsstelle am Wurzelhals aus. Die Blätter dieser Triebe haben eine andere Farbe, sind kleiner und bestehen aus bis zu acht Blattpaaren. Die wilden Triebe so tief wie möglich entfernen, sonst treiben sie immer wieder neu aus. Für diese Maßnahme vorsichtig die Erde um die Wurzeln entfernen und den Wildtrieb herausreißen.

Video:
Rosen im Frühjahr: Tipps für den richtigen Schnitt (4 Min)

Rund um die Rose

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Eine Person schneidet mit einer Gartenschere eine Rose.

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