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Remis im Titelkampf: Nottingham Forest ärgert Manchester City | ABC-Z

Stand: 04.03.2026 • 23:46 Uhr

Manchester City lässt Federn im Titelkampf der Premier League. Gegen das abstiegsbedrohte Nottingham Forest kamen die Citizens nicht über ein enttäuschendes Remis hinaus.

Im Stadion von Manchester City waren gegen Ende nur noch die mitgereisten Fans aus Nottingham zu hören, der große Rest der Anhänger aus Manchester schien in Schockstarre gefallen zu sein. Nottingham Forest, das abstiegsbedrohte Team von Trainer Vitor Pereira, war es tatsächlich gelungen, einen Punkt bei Manchester City zu entführen.

Antoine Semenyo hatte die Citizens in Führung geschossen (31.), Morgan Gibbs-White erzielte das zwischenzeitliche 1:1 (56.) für Nottingham. Rodri (62.) köpfte zur erneuten Führung für Manchester ein, Elliot Anderson erzielte den Ausgleich (76).

Das 2:2 (1:0) wirft die Mannschaft von Pep Guardiola im Titelrennen nach dem zeitgleichen Auswärtssieg von Tabellenführer FC Arsenal (1:0 in Brighton) deutlich zurück. Die Skyblues liegen nun bei einem Spiel Rückstand sieben Punkte hinter dem Liagprimus aus London.

Schnelle Kombinationen

Manchester City war zunächst gewohnt dominant und erspielte sich auch eine verdiente Führung durch Semenyo, ließ es aber dann an Zielstrebigkeit vermissen. Und doch gelang nach dem Ausgleich die erneute Führung, die allerdings wieder einmal umstritten war.

Mittelfeldspieler Rodri erzielte sein 2:1 nach einem Eckball, bei dem der Torhüter so hart bedrängt wurde, dass er keine Chance hatte, die Torlinie zu verlassen. Angreifer Erling Haaland hatte Keeper Matz Sels geblockt und ihm so den Weg versperrt. Diese bislang vor allem im Handball genutzte Sperre wurde von Schiedsrichter Darren England nicht geahndet. Trotz aller Proteste zählte der Treffer.

Effektive Variante

Diese überaus diskutablen Eckenvarianten haben sich in dieser Saison eingeschlichen in der Premier League. Tabellenführer FC Arsenal, genauer gesagt deren Standardcoach Nicolas Jover, hatte diese taktische Variante eingeführt. Die anderen englischen Klubs eifern den “Gunners” mittlerweile nach, weil sie erkannt haben, dass es eine leicht umzusetzende Option ist, ein Tor zu erzielen. So auch Manchester City.

Wie effektiv diese Variante ist, zeigt sich deutlich: Seit 2016 fielen stets rund 20 Prozent aller Treffer nach Standards. In der aktuellen Spielzeit sind es satte 27,5 Prozent (vor dem 29. Spieltag) – Tendenz steigend.

Mit Glück und Leidenschaft

Dass es nicht zum Sieg reichte, lag daran, dass Nottingham die Schwächen des Guardiola-Teams in dieser Saison deutlich aufzeigte. Zwei mal spielten sie sich mit schnellen Kombinationen vor das Tor der Skyblues und überwanden die überfordert wirkende Abwehr. Gibbs-White schloss einen Konter zum 1:1 ab, Anderson spielte sich mit einem Doppelpass vor das Tor der Gastgeber und schloss aus 18 Metern eiskalt ab.

Am Ende versuchte das Guardiola-Team noch alles, den Siegtreffer zu erzielen, aber alle Nottingham-Spieler verteidigten so intensiv, als ginge es bereits um den direkten Abstieg. Mit viel Einsatz und einer großen Portion Glück konnten sie einen weiteren Treffer des großen Favoriten verhindern – und einen Punkt retten.

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