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Reiten: Tierquälerei bei Kinderturnier – Sechs Ponys gezielt misshandelt | ABC-Z

Unbekannte haben mit der Tierquälerei von sechs Ponys während eines Reitturniers in München offenbar besondere Absichten verfolgt. Sie hätten damit die Reihenfolge beeinflussen wollen, in der die Tiere starten sollten, teilte die Polizei mit. Wie sich die Taten auf die Startplatzierungen und die jungen Reiter auswirken sollten, wollte die Polizei auf Nachfrage der dpa nicht erklären. Es nährt aber den Verdacht, dass die Täter aus dem Reiter-Umfeld kommen. Das Mitte Februar ausgetragene Jugendturnier in München-Riem wurde nach dem Vorfall in der Nacht zum 15. Februar abgebrochen.

Der bayerische Reit- und Fahrverband (BRFV) sprach aus ermittlungstaktischen Gründen lediglich von dramatischen Vorfällen. Der ehemalige Geschäftsführer hingegen nannte Details. Wilfried Herkommer sagte dem Fachportal „equi pages“, Unbekannte hätten bei dem sechs Ponys Mähnen, Schweife und zum Teil auch Schöpfe abgeschnitten.

„Bei einem war ein Vorderbein im Deckengurt eingehakt, ein weiteres blutete aus dem Maul“, sagte Herkommer. Bei mehreren Pferden hätten sie zudem die Zungen mit Gummibändern straff umwickelt. Die Ponys sollten überwiegend von 12 bis 16 Jahre alten Kindern geritten werden.

Dabei wurde nach Angaben der Polizei keines der Pferde schwerer verletzt. Herkommer berichtete jedoch von zutiefst verstörten Kindern: „Keiner wollte unter diesen Umständen mehr reiten“. Den Kindern wurde psychologische Unterstützung angeboten. Der Reitverband beauftragte nach eigenen Angaben einen Sicherheitsdienst. Zudem habe man eine Videoüberwachung installiert.

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