Reisen ins östliche Mittelmeer noch sicher? | ABC-Z

So mancher Urlauber dürfte seine Reisepläne angesichts des Krieges im Nahen Osten inzwischen hinterfragen. Seit vergangenen Samstag führen Israel und die USA Angriffe gegen den Iran aus. Als Reaktion feuert der Iran Raketen- und Drohnen auf US-Stützpunkte in der Region. Für palästinensische Gebiete, Israel und einige Nachbarländer hat das Auswärtige Amt Reisewarnungen herausgegeben. Inzwischen auch für eines der beliebtesten Urlaubsziele, die Türkei. Laut türkischem Verteidigungsministerium musste am Mittwoch eine iranische Rakete abgewehrt werden, die auf den türkischen Luftraum zusteuerte.
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Die Warnungen gelten demnach auch für die Länder Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar und Jemen, Zypern sowie Ägypten. Vor Reisen in diese Staaten wird ausdrücklich gewarnt. Die Lufträume etlicher Länder sind gesperrt sind, Flüge finden nur vereinzelt statt.
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Türkei: Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in Grenzregionen
Auch vor Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Iran, Irak oder Syrien warnt das Auswärtige Amt seit Mittwoch. War für die Türkei bis vor Kurzem noch keine Warnung im Rahmen des Iran-Konflikts herausgegeben worden, änderte sich dies mit dem ballistischen Flugkörper, der am Vortag über türkischem Gebiet abgefangen worden war.

Zusätzlich sieht das Auswärtige Amt eine generelle Gefahr für terroristische Anschläge. „Meiden Sie größere Menschenansammlungen auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen sowie den Aufenthalt in der Nähe von Regierungs- und Militäreinrichtungen. Meiden Sie abgelegene Gegenden und wenig befahrene Landstraßen“, empfiehlt die Behörde allen Reisenden.
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Türkei und Zypern: Angst vor weiteren Attacken
Auch Demonstrationen im Land sowie Sanktionen gegen deutsche Touristen durch türkische Behörden könnten nicht ausgeschlossen werden. „Es gibt weiterhin Fälle, in denen deutsche Staatsangehörige willkürlich festgenommen, mit einer Ausreisesperre belegt oder an der Einreise in die Türkei gehindert werden“, schreibt das Auswärtige Amt auf seiner Seite. Dies könne wahllos jeden und jede treffen.

Ebenfalls bereits von einem Drohnenangriff betroffen, ist die Mittelmeerinsel Zypern. „Nach einem Drohnenangriff auf die britische Militärbasis Akrotiri am 2. März 2026 können weitere sicherheitsrelevante Vorfälle nicht ausgeschlossen werden“, heißt es. Die Angst vor Angriffen des Iran oder seiner verbündeten Terrormilizen im Südosten wächst. Der Iran hatte direkt damit gedroht, Zypern unter Beschuss zu nehmen. Auch Griechenland hat reagiert und F-16-Kampfjets, Luftabwehrsysteme und eine Fregatte nach Zypern geschickt. Frankreich schickt einen Flugzeugträger, Großbritannien Hubschrauber zur Drohnenabwehr sowie ein Kriegsschiff.

Urlauber können von bevorstehenden Reisen zurücktreten
Aufgrund der ausgesprochenen Reisewarnung haben Urlauberinnen und Urlauber die Möglichkeit, von bereits gebuchten Reisen zurückzutreten. Die „Bild“-Zeitung zitiert dazu Juristin Josephine Frindte von der Verbraucherzentrale Berlin: „Zum Zeitpunkt der Rücktrittserklärung muss bereits überwiegend wahrscheinlich sein, dass die Reise nicht wie geplant angetreten werden kann.“ Derzeit sei es wahrscheinlich, dass Flüge in die Region abgesagt werden müssen.

Sollte der Urlaub jedoch erst in den Osterferien geplant sein, warnt die Juristin davor, schon jetzt vom Vertrag zurückzutreten. „Die bloße Angst vor einer möglichen Reiseeinschränkung zum Zeitpunkt der Reise genügt nicht für einen kostenfreien Reiserücktritt“, so Josephine Frindte. Gerade beim Rücktritt von einer Pauschalreise könnten sonst Kosten entstehen.
Reiseveranstalter bieten kostenfreie Stornierungen und Umbuchungen an
Viele Reiseanbieter kommen ihren Kunden jedoch entgegen, sollten sie ihre Trips in die besagten Länder canceln wollen. So hat beispielsweise der Reiseveranstalter Alltours alle Neubuchungen in die Vereinigten Arabischen Emirate und den Oman bis zum 7. April abgesagt. Alle Buchungen mit einem Abreisedatum bis einschließlich 8. März hat Alltours von sich auch storniert.
Ähnlich handhabt dies der Anbieter Dertour, der seinen Kunden zudem ermöglicht, Reisen für die Zielgebiete Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Bahrain, Oman und Jordanien kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umzubuchen oder den vollständigen Reisepreis zurückzuerhalten.

Bei TUI ist eine kostenlose Stornierung oder Umbuchung bis zum 8. März möglich. Reisen nach Israel wurden bis zum 15. März abgesagt. Bis zu diesem Datum können auch gebührenfrei Umbuchungen und Stornierungen vorgenommen werden. Weitere Regelungen der Reiseveranstalter hat die Fachzeitung „touristik aktuell“ zusammengetragen.





















