Rainer Schüttler tritt als Kapitän der deutschen Tennisfrauen zurück – Sport | ABC-Z

Es hatte sich nach seinen Aussagen am Sonntagabend angebahnt, nun hat Rainer Schüttler schneller als erwartet Fakten geschaffen: Der 49-Jährige legt nach dem Abstieg der deutschen Tennisfrauen in der Relegationsrunde des Billie Jean King Cup am vergangenen Wochenende in Ismaning sein Amt nieder. Laut Pressemeldung des Deutschen Tennis Bundes (DTB) am Montagabend möchte der frühere Australian-Open-Finalist „damit Raum für neue Impulse und eine personelle Neuausrichtung schaffen“. Schüttler selbst wurde mit den Worten zitiert: „Ich habe diese Aufgabe mit großer Leidenschaft ausgeübt und bin stolz auf die Entwicklung der Spielerinnen und des gesamten Teams. Nach dem enttäuschenden Ausgang der Playoffs ist jetzt der richtige Zeitpunkt, Verantwortung zu übernehmen und Platz für neue Akzente zu machen.“
Der frühere Profi hatte 2020 die Position des Kapitäns übernommen und führte die Auswahl in den vergangenen fünf Jahren dreimal in die Finals des traditionsreichen Nationenwettbewerbs. Sein Abschied erfolgt in beidseitigem Einverständnis. „Mit seinem großen Einsatz, seiner fachlichen Expertise und seiner menschlichen Art hat er über die vergangenen fünf Jahre die Mannschaft immer wieder zu Bestleistungen geführt“, teilte DTB-Vorstand Veronika Rücker mit. Laut DTB soll nun erst einmal in den kommenden Wochen die sportliche Situation analysiert werden, ehe die Suche nach einem Nachfolger erfolge. In Ismaning hatte das deutsche Team am Freitag gegen die Türkei und am Sonntag gegen Belgien jeweils mit 1:2 verloren. Der Abstieg aus der Weltgruppe nach zwölf Jahren war die Folge.
In der bayerischen Gemeinde hatten die beiden Top-50-Spielerinnen Tatjana Maria, 38, und Laura Siegemund, 37, verletzungsbedingt gefehlt, am Sonntag fiel zudem die beste Deutsche der Weltrangliste, Eva Lys, 23 (40.), wegen Oberschenkelproblemen aus. Schüttler hatte am Sonntagabend bereits offen gelassen, ob er weitermacht. Er hatte nur verkündet, dass es wie immer im Dezember Gespräche mit seinen Spielerinnen geben sollte. „Es gibt ein paar Kleinigkeiten, die man verändern sollte. Und dann schauen wir, was dabei herauskommt“, sagte er noch. Nun fiel die Entscheidung über seine Zukunft schneller.





















