Promi-News: Ian McKellen zitiert Shakespeare gegen Donald Trump – Panorama | ABC-Z

Ian McKellen, 86, Schauspieler, findet 400 Jahre alte Worte für die aktuelle US-Einwanderungspolitik. In der „Late Show mit Stephen Colbert“ leitete er zunächst vom Sessel aus einen Monolog aus „Sir Thomas More“ ein, einem Theaterstück verschiedener Autoren vom Ende des 16. Jahrhunderts. Die betreffende Rede aber, „The Stranger’s Case“ („Das Los des Fremden“), stammt höchstwahrscheinlich von William Shakespeare. McKellen selbst führte das Late-Night-Publikum szenisch an den Monolog heran, den er nicht zum ersten Mal öffentlich hielt: „In London ist gerade ein Aufstand, ein Mob ist auf den Straßen, und sie beschweren sich über die Anwesenheit von Fremden.“ In dem Buch sind die Mai-Unruhen von 1517 gemeint, als Londoner gegen nach England geflohene Flamen und Franzosen rebellierten. Im Drama soll der Sheriff von London, Thomas More, die aufgebrachte Menge beruhigen. Das tue er mit „einem Appell an die Menschlichkeit“, wie McKellen bei Colbert sagte, bevor er aufstand und die gut dreiminütige Rede rezitierte.
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Die Verse („Bei welchem Volk, das sich verhält wie ihr, bekamt ihr Schutz?“ / „So ist das Los der Fremden hier bei uns, und so ist euer Berg von Inhumanität!“) und der Clip wurden seitdem vielfach auf Social Media geteilt – zumeist als Kritik an und Protest gegen die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump. McKellen beendete den Monolog mit den Worten: „William Shakespeare, vor 400 Jahren.“
Travis Kelce, 36, Football-Schwergewicht, hat einen Stuhl seiner Freundin Taylor Swift, 36, auf dem Gewissen. „Ich bin ehrlich, ich habe Taylors Stuhl kaputt gemacht mit dem Gewicht, das ich von ihrem Sauerteig dazugewonnen habe“, sagte er im Podcast „Not Gonna Lie“ seiner Schwägerin Kylie Kelce. In einem Instagram-Reel der Podcasterin wird zu dem Interview ein Clip eingeblendet, in dem der NFL-Footballer (Kansas City Chiefs) augenscheinlich vor dem Computer sitzt, Kopfhörer auf den Ohren, und plötzlich nach unten wegbricht. „Gute Darmgesundheit allerdings“, fügte Kelce hinzu. Taylor Swift hat offenbar ein Faible für selbstgemachten Sauerteig, sie hat ihn jedenfalls schon an Promi-Freunde verschenkt.

Bastian Pastewka, 53, Komiker und Schauspieler, sieht eine globale Domino-Kette von Rechtsrucken. „Natürlich ist mir klar, dass das, was in Amerika passiert, auch ein Vorbild für andere Staaten ist“, sagte er im Interview dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Wir erleben in Deutschland nach dem vollzogenen Rechtsruck einen Rechtsdruck.“ Die Deutschen würden in einer „sehr fragilen Demokratie“ leben. „Die Rechtsextremen suchen Anlässe, um Richtung ARD und ZDF ‚Staatsfunk!‘ zu rufen, haben aber keine Idee, was man besser machen kann. Sie wiegeln nur auf und schüren Hass.“ Autokraten hätten „schlicht keinen Humor“, sagte Pastewka. Entertainer, Satiriker und andere kritische Geister gehörten daher zu den ersten Zielen von „faschistoiden Systemen“, „weil sie für eine selbstgewählte Meinung stehen“. Doch er fügte hinzu: „Meine Sorge ist kleiner als meine Hoffnung, dass wir diese Phase überwinden.“





















